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Übersicht über Projekte

SAVOIRSOCIAL führt eigene Projekte durch und wirkt in unterschiedlichen Projekten von Partnerorganisationen mit.

Informationen zu einzelnen Projekten

Untenstehend finden sich detaillierte Informationen zu den Projekten, in denen SAVOIRSOCIAL massgeblich mitarbeitet.

Qualifikationsverfahren FaBe 2024 nach revidierten Grundlagen

Aktuell
Die Grundlagen für die verschiedenen Prüfungsteile werden von den Projektgruppen erstellt.

Ausgangslage
Seit Sommer 2021 gelten die revidierten Bildungsgrundlagen FaBe. Damit findet im Sommer 2024 das erste Mal das Qualifikationsverfahren nach revidierter Bildungsverordnung statt (BiVo Art. 15 bis 20). Neu wird es in allen Kantonen eine einheitliche Vorgegebene Praktische Arbeit (VPA) geben. Die schriftliche Berufskenntnisse-Prüfung besteht neu aus zwei Positionen.

Projektschritte
Die Erarbeitung des neuen Qualifikationsverfahrens beinhaltet mehrere Schritte:

  1. Fachexpert*innen erarbeiten «Ausführungsbestimmungen zum Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung». Darin sind die Konzepte der VPA- und der BK-Prüfungen detailliert erläutert. Dieses Dokument wurde 2021 erstellt und von der SKBQ FaBe im November 2021 verabschiedet. Im Dezember 2021 wurden die Inhalte des Dokuments dem Vorstand von SAVOIRSOCIAL vorgelegt.
  2. Im Jahr 2022 werden diese Konzepte umgesetzt. D.h. es werden grundlegende Dokumente für die Prüfungen erarbeitet wie z.B. die Aufträge für die VPA, der Ablauf der VPA, die Dokumente für die Präsentation der Betriebe etc. Danach wird eine Null-Serie (= Test) für die VPA und die BK-Prüfung durchgeführt.
  3. Basierend auf der Nullserie werden 2023 die ersten «scharfen» Serien erstellt und die Prüfungsexpert*innen mithilfe der EHB geschult.
  4. Im Sommer 2024 findet das erste QV nach revidierter BiVo statt.

Projektorganisation
Das Projekt ist umfassend und betrifft ein sehr breites Publikum. Dementsprechend sind auch viele Organisationen, Gruppen und Akteure involviert.

Auftraggeber ist der Vorstand von SAVOIRSOCIAL. Als Steuergruppe fungiert die SKBQ FaBe. Die Projektleitung hat die Geschäftsstelle von SAVOIRSOCIAL inne. In den Projektgruppen arbeiten verschiedene Fachexpert*innen mit. Die Eidg. Hochschule für Berufsbildung (EHB) leistet spezialisierte Beratung im Projekt:

Die detaillierte Projektorganisation ist in einem separaten Dokument ersichtlich:

Zeitplan
Der Zeitplan ist hier verfügbar.

Projektdauer: Bis Sommer 2024

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Ursula Zweifel

Stand: Januar 2022

Unabhängige Praktika vor Lehrbeginn

Aktuell:

Am 12. November 2021 hat SAVOIRSOCIAL zum dritten nationalen Runden Tisch zum Thema ausbildungsunabhängige Praktika vor Lehrbeginn FaBe eingeladen. Neben Vorstandsmitgliedern von SAVOIRSOCIAL haben Vertretungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), des Staatsekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI), der Eidg. Kommission für Familienfragen (EKFF) und der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz (SBBK) teilgenommen. Die Anwesenden berichteten von den Massnahmen, die in ihrem Zuständigkeitsbereich ergriffen wurden, um die unerwünschten Praktika vor Lehrbeginn einzudämmen. Es wurde deutlich, dass nach wie vor Handlungsbedarf besteht, um die Zielsetzungen aus der gemeinsamen Erklärung (vgl. ganz unten) zu erreichen.

Erneut wurde betont, dass die Finanzierung vor allem im Kinderbereich die grösste Herausforderung darstellt. Deshalb wurde als wichtiger Lösungsansatz die «Lobbyarbeit» auf politischer Ebene bezüglich der Finanzierung der familienergänzenden Kinderbetreuung genannt. Hier gilt es, hartnäckig zu bleiben und darauf zu verweisen, dass die Betreuungsberufe systemrelevant sind. Zudem braucht es weitere Sensibilisierungs- und Beratungsarbeit in den Betrieben, in dem ihnen aufgezeigt wird, wie sie von den Praktika wegkommen. Dank der neuen Bildungsverordnung FaBe können die Betriebe mehr Lernende als früher anstellen. Generell gilt es, am Thema dran zu bleiben und es immer wieder öffentlich zu machen.

SAVOIRSOCIAL führt jedes Jahr eine Umfrage bei den Lernenden Fachmann*frau Betreuung des ersten Lehrjahres durch, um zu erfassen, was sie vor Lehrbeginn gemacht haben. Rund 46% von ihnen haben eines oder mehrere Praktika absolviert (Umfrage 2020).

Resultate des Monitorings:

In einem Flyer informiert SAVOIRSOCIAL über das Thema ausbildungsunabhängige Praktika im Sozialbereich. Er richtet sich hauptsächlich an jugendliche Berufsinteressierte und ihre Eltern und weist sie auf einige wichtige Aspekte in Bezug auf den Einstieg in die berufliche Grundbildung Fachmann*frau Betreuung hin.

Ausgangslage und Ziel:
Die grosse Mehrheit der Lernenden Fachmann*frau Betreuung hat vor ihrem Einstieg in die berufliche Grundbildung ein oder sogar mehrere ausbildungsunabhängige Praktika absolviert. Dies ist in den gesetzlichen Grundlagen nicht vorgesehen und auch nicht erwünscht. SAVOIRSOCIAL hat sich dem Thema angenommen und im Dezember 2016 einen Runden Tisch dazu einberufen. Gemeinsam mit Vertretungen von Bund, Kantonen und Mitgliederorganisationen wurde eine Erklärung verfasst mit dem Ziel, die Einstiegshürden in die berufliche Grundbildung in Form von Praktika abzubauen. Im Dezember 2017 hat der zweite Runde Tisch zum selben Thema stattgefunden. Der Austausch zeigte, dass mehrere Massnahmen ergriffen und Aktivitäten durchgeführt wurden. Einige Verbände haben Positionspapiere, Medienmitteilungen und Informationsblätter zum Thema aufgesetzt. SAVOIRSOCIAL hat eine Umfrage zur Situation der Lernenden in den Kantonen durchgeführt.

Dokumente Runder Tisch 2017:

Dokumente Runder Tisch 2016:

Aktualisiert: Dezember 2021

Stärkung der Berufsmaturität im Sozialbereich

Ausgangslage

Im Beruf Fachmann*frau Betreuung EFZ ist die Berufsmaturitätsquote im Vergleich zu anderen Berufsfeldern tief. Gemäss einer von SAVOIRSOCIAL in Auftrag gegebenen Studie absolvieren nur rund 10 % der Lernenden Fachmann*frau Betreuung die Berufsmatura (je rund 5% die ausbildungsbegleitende BM1 resp. die BM2 nach der Lehre). Zum Vergleich: Über alle beruflichen Grundbildungen betrachtet, liegt die BM-Quote bei 15% (Referenzjahr 2018). Gleichzeitig hat eine andere von SAVOIRSOCIAL in Auftrag gegebene Studie gezeigt, dass die Stärkung der Berufsmaturität eine wichtige Massnahme darstellt, um die Kompetenzlücken des Fachpersonals im Bereich der Frühen Förderung zu decken.

Die Berufsmaturität wird in einem bestimmten Fachgebiet abgelegt, im Falle von FaBe mehrheitlich im Bereich Gesundheit und Soziales. Sie öffnet verschiedene Türen für den Erwerb von vertieften Kompetenzen: Die BM ermöglicht den prüfungsfreien Zugang zu einem fachgebietsverwandten Studium an einer Fachhochschule, z.B. Soziale Arbeit oder ein Studiengang im Gesundheitsbereich. Der Zugang zur Pädagogischen Hochschule oder an die Universität wird ebenfalls gewährt für Inhaber*innen einer BM, allerdings müssen sie zuerst eine Ergänzungsprüfung (Passerelle) bestehen.

Projektziele

SAVOIRSOCIAL will die Berufsmaturitätsquote im Beruf Fachmann*frau Betreuung erhöhen. Dies ist ein Gewinn für die gesamte Branche: Arbeitnehmende erhalten mehr berufliche Perspektiven. Arbeitgebende profitieren von gut qualifizierten und ambitionierten Fachpersonen. Nicht zuletzt soll damit auch die Attraktivität des Berufsfeldes gesteigert werden.

Die Ziele konkret:

  • Daten erheben, um die Situation besser zu erfassen und effektive Massnahmen abzuleiten
  • Eine Mindestanzahl an BM-Abschlüssen erreichen
  • Anschluss an die Hochschulen optimieren
  • Stakeholder im Bereich BM informieren und vernetzen

Projektorganisation

Steuergruppe: Vorstand SAVOIRSOCIAL

Projektleitung: Geschäftsstelle SAVOIRSOCIAL

Einbezug von weiteren Personen/Akteuren je nach Ziel und Massnahme

Zeitplan

Lancierung ab 2022. Der konkrete Zeitplan wird noch ausgearbeitet.

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Ursula Zweifel

Stand: Dezember 2021

Movetia: Austauschprogramm FaBe

Aktuell

Movetia hat den Antrag von SAVOIRSOCIAL auf Fördermittel Anfang September 2021 gutgeheissen. Damit kann die Erarbeitung einer Koordinationsstruktur starten. Sie ist Teil eines Pilotprojekts für ein Austausch- und Mobilitätsprogramm für den Beruf Fachmann*frau Betreuung (FaBe) und für die praktische Umsetzung Programms zuständig. Ebenso wird sie als Ansprechstelle fungieren für alle Informationen im Zusammenhang mit der internationalen Zusammenarbeit in der Berufsbildung im Sozialbereich. Diese beiden Projekte (Koordinationsstruktur und Pilotprojekt Austausch- und Mobilitätsprogramm FaBe) werden parallel entwickelt und hängen voneinander ab.

Ausgangslage

SAVOIRSOCIAL wurde von Movetia angefragt, ob sie ein Austauschprogramm für den Beruf Fachmann*frau Betreuung lancieren möchte. Movetia ist die nationale Agentur zur Förderung von Austausch und Mobilität im Bildungssystem. Sie wird getragen von Bund und Kantonen (SBFI, Bundesamt für Kultur BAK, Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren EDK). Sie unterhält Mobilitätsprogramme, die Lernenden resp. frisch Ausgebildeten und/oder Berufsbildner*innen einen Einblick in den Arbeitsalltag ihres Berufes in einem anderen Land ermöglicht. Die einzelnen Programme werden von eigenen Projektträgerschaften geführt und können in Bezug auf Aufenthaltsdauer, Ort, Zielgruppe etc. unterschiedlich ausgestaltet werden. Während des Austausches leben die Teilnehmenden in einer Unterkunft (z.B. Gastfamilie). Sie arbeiten in einem Betrieb mit oder sind dort (teilnehmende) Beobachter*innen. Die Ziele des Austausches sind, dass die Teilnehmenden an den Programmen ihre sozialen, (inter-)kulturellen und ggf. sprachlichen Kompetenzen erweitern können. Dies kann u.a. das Verständnis für kulturelle Unterschiede fördern. Gleichzeitig erhalten sie eine zusätzliche fachliche Perspektive (z.B. Einblick in andere Betreuungskonzepte, Inputs für die eigene Arbeit zu Hause). Damit kann nicht zuletzt die Attraktivität der Ausbildung respektive die Attraktivität der Tätigkeit als Berufsbildner*in gesteigert werden.

Projektziele

Das Projekt verfolgt zwei übergeordnete Ziele:

  • SAVOIRSOCIAL schafft eine nachhaltige Koordinationsstruktur für alle Fragen der internationalen Zusammenarbeit in der Berufsbildung im Sozialbereich. In dieser Funktion ist diese Koordinationsstruktur auch zuständig für die Durchführung und Koordination von Austausch- und Mobilitätsprogrammen für soziale Berufe.
  • SAVOIRSOCIAL entwickelt und realisiert ein Pilotprojekt für ein Austausch- und Mobilitätsprogramm für den Beruf Fachmann*frau Betreuung EFZ.

Projektorganisation und Zeitplan

Der Vorstand von SAVOIRSOCIAL fungiert als Steuergruppe, die Geschäftsstelle hat die Projektleitung inne und Movetia bietet Projektberatung und -unterstützung. Die Zwischenresultate werden regelmässig einem Soundingboard, bestehend aus Fachpersonen aus den Arbeitsfeldern FaBe, zur Diskussion unterbreitet.

Das Projekt wird in verschiedene Phasen gegliedert:

  1. Analyse- und Entwicklungsphase: Erarbeitung einer Koordinationsstruktur und Umfeldanalyse mit dem Ziel, die Grundlagen für das Pilotprojekt für ein Austausch- und Mobilitätsprogramm FaBe zu schaffen (September bis November 2021).
  2. Erarbeitungsphase: Ausarbeitung für ein Mobilitätsprogramm aufgrund der Resultate der Analysephase, Antrag zuhanden des Vorstandes von SAVOIRSOCIAL, Umsetzung des Marketingkonzepts (November 2021 – März 2022)
  3. Umsetzungsphase: Kickoff des Mobilitätsprogramms (ab April 2022)
  4. Evaluation: Nach der ersten Durchführung werden die Erfahrungen evaluiert (ab ca. 2022). Der Betrieb der Koordinationsstruktur sowie das Pilotprojekt für das Austausch- und Mobilitätsprogramms FaBe werden im Herbst 2023 evaluiert. Anschliessend wird das weitere Vorgehen definiert.

Projektdauer: 2020-2024

Projektleitung: Charlotte Reinhard

Stand: September 2021

Die sozialen Berufe an den SwissSkills 2022

Aktuell

SAVOIRSOCIAL sucht Lernende FaBe, die im Herbst im 2. oder 3. Ausbildungsjahr sind und motiviert sind, zwischen dem 7. und 11. September 2022 am Stand der sozialen Berufe an den SwissSkills in Bern einen Einsatz zu leisten (tageweise).

Ausgangslage

Die SwissSkills werden als zentraler Event für nationale Berufsmeisterschaften und Berufsdemonstrationen in Bern organisiert. Sie finden im Jahr 2022 zum dritten Mal statt, und zwar vom 7. bis 11. September. Dieses Mal können 150 Berufe live erlebt werden. Sei es als Zuschauende bei 85 Berufsmeisterschaften oder als Teilnehmende resp. Zuschauende bei den Berufsdemonstrationen. Die SwissSkills richten sich primär an jugendliche Berufsinteressierte. Es werden Schulklassen aus der ganzen Schweiz erwartet. SAVOIRSOCIAL wird die sozialen Berufe mit einem interaktiven Stand präsentieren, im Beruf Fachmann*frau Betreuung findet keine Meisterschaft statt.

Ziele

Am Stand der sozialen Berufe stehen die Ausbildungen Fachmann*frau Betreuung EFZ (4 Fachrichtungen) sowie Assistent*in Gesundheit und Soziales EBA im Zentrum. Zudem wird über die vielfältigen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der höheren Berufsbildung im Sozialbereich informiert.

  • Die Jugendlichen erhalten einen authentischen Einblick in die sozialen Berufe.
    Bei einem Postenlauf können sie in die Rolle von Fachpersonen und ihrer Klientel schlüpfen.
  • Spielerische Elemente motivieren dazu, sich mit den sozialen Berufen auseinanderzusetzen.
  • Die Jugendlichen können ihre Fragen individuell und persönlich stellen: die anwesenden Lernenden geben Auskunft zum Einstieg in den Sozialbereich und können von ihren eigenen Erfahrungen berichten
  • Dank des Standpersonals und attraktivem Informationsmaterial fühlen sich die Standbesuchenden gut informiert. Bei Bedarf wissen sie, wo sie sich weiter beraten lassen können.

Projektorganisation

Zusammenarbeit mit der Standbau-Firma Planwerk 4 und der Kommunikationsagentur art.I.schock. Die Projektleitung liegt bei der Geschäftsstelle von SAVOIRSOCIAL. Als Resonanzgruppe fungiert das Netzwerk Marketing für die sozialen Berufe von SAVOIRSOCIAL.

SAVOIRSOCIAL: Stephanie Zemp

Stand: Januar 2022

sozialeberufe.ch: Informationsportal für Berufsinteressierte

Ausgangslage: Warum dieses Projekt?

Um die Qualität in der Betreuung hochzuhalten, benötigt der Sozialbereich gut ausgebildetes Personal. Dies bedingt, dass genügend Personen einen sozialen Beruf erlernen möchten und darin verbleiben. Damit jemand die «richtige» Wahl für eine individuell passende und befriedigende Ausbildung und die anschliessende, möglichst mehrjährige Berufsausübung treffen kann, ist fundierte Information wichtig: die Sonnen- und Schattenseiten des Berufs kennen, motiviert sein, um das nötige «Rüstzeug» zu erwerben, wissen, was die Voraussetzungen sind und wie man vorgehen kann etc. Hier setzt das Projekt an: (Potenzielle) Berufsinteressierte sollen auf dem Portal alle Informationen finden, die sie benötigen, um zu entscheiden, ob sie einen sozialen Beruf erlernen möchten respektive sich im Sozialbereich weiterbilden möchten.

Auf der Website savoirsocial.ch finden sich bereits umfassende Informationen zu den sozialen Berufen. Die Website richtet sich jedoch an verschiedenste Anspruchsgruppen (u.a. auch Berufsbildner*innen und Verbandsmitglieder). Mit der Abtrennung der Inhalte für Berufsinteressierte sollen die verschiedenen Zielgruppen direkter und übersichtlicher an die für sie relevanten Informationen kommen.

Projektziele

Das Projekt will dazu beitragen, den Nachwuchs im Sozialbereich zu sichern. Konkret sollen mit der Schaffung eines Informationsportals sozialeberufe.ch folgende Ziele erreicht werden:

  • sozialeberufe.ch bietet übersichtliche, attraktive und aktuelle Informationen zu den Ausbildungen im Sozialbereich. Es werden alle Bildungsstufen einbezogen, auch die Angebote an den Fachhochschulen. Das Portal beinhaltet neben nationalen auch regionale/kantonale Informationen mit Relevanz für die User*innen.
  • sozialeberufe.ch liefert Antworten auf spezifische Fragen von Berufsinteressierten in Bezug auf eidg. anerkannte Ausbildungen im Sozialbereich und ist gleichzeitig auch eine Adresse für Personen, die auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung im Netz stöbern. sozialeberufe.ch will insbesondere auch Männer ansprechen.
  • Mit sozialeberufe.ch soll ein Beitrag zur Schaffung einer «Dachmarke Soziale Berufe» realisiert werden, das von möglichst vielen Akteur*innen in der Branche mitgetragen wird. Diese soll den Wiedereffekt fördern.

Projektorganisation

  • Steuergruppe: Vorstand von SAVOIRSOCIAL
  • Projektleitung: Geschäftsstelle von SAVOIRSOCIAL
  • Projektgruppe: Delegierte von Mitgliedern von SAVOIRSOCIAL (4 Vertretungen der kant./reg. OdA, 1 Vertretung der Arbeitgebenden)
  • Resonanzgruppe: (erweitertes) Netzwerk Marketing Soziale Berufe von SAVOIRSOCIAL

Der Auftrag für die Programmierung wird extern vergeben.

Zeitplan

  • Aufgleisung Projektorganisation, Grundlagenarbeit: August bis Dezember 21
  • Ausarbeitung Konzept Website (inkl. Inhalte): Jan. bis März 22
  • Start Offertverfahren IT-Begleitung: April 22
  • Auftragsvergabe IT-Begleitung: Juni 22
  • Programmierung Website: Juli bis Okt. 22
  • Erstellung Inhalte auf D, F und I: April bis Dez. 22
  • Abfüllen Inhalte: Jan. 23
  • Going Live: 1. Februar 2023

Zuständige bei SAVOIRSOCIAL: Stephanie Zemp

Stand: November 2021

Projekt digital.SOCIAL: Ausbildungs- und Lernplattform FaBe

Aktuell

Die Ausbildungsplattform time2learn ist pünktlich auf den Ausbildungsstart im August 2021 online gegangen. Sie wird bereits rege genutzt! Curaviva (für den Behinderten- und den Betagtenbereich) und kibesuisse (für den Kinderbereich) bieten Schulungen für Nutzende auf Deutsch und Französisch an. Mehr Informationen dazu finden sich hier. Damit ist der Kern des Teilprojekts A (vgl. unten) umgesetzt.

Als nächster Schritt wird das Teilprojekt B in Angriff genommen und von der Steuergruppe und der Projektleitung geplant und diskutiert.

Weitere Informationen:

Ausgangslage

Die Revision der beruflichen Grundbildung Fachmann*frau Betreuung ist seit Sommer 2020 abgeschlossen. SAVOIRSOCIAL war als Trägerin der Ausbildung verantwortlich für die Erarbeitung von Umsetzungsinstrumenten. Auf Empfehlung der Schweizerischen Kommission für Berufsentwicklung und Qualität, SKBQ FaBe, hat der Vorstand von SAVOIRSOCIAL entschieden, digitale Instrumente für die revidierte Ausbildung zu schaffen. Dies nicht nur, weil digitale Lernformen in der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken sind, sondern auch, weil er darin eine grosse Chance zur Förderung der Lernortkooperation erkennt. Unter ‹digital› wird dabei mehr als «nur» elektronisch basiert verstanden. Vielmehr geht es darum, die modernen Techniken für das individualisierte Lernen zu nutzen (u.a. mit Hilfe künstlicher Intelligenz).

Projektziele

Mit dem Projekt wird das Ziel verfolgt, dass allen Lernenden und Ausbildungsverantwortlichen an den drei Lernorten eine digitale Ausbildungs- und Lernplattform zu Verfügung steht. Sie soll der Information, Planung, Durchführung und Evaluation der Ausbildung dienen und damit das strukturierte und methodenreiche Lehren und Lernen orts- und zeitunabhängig fördern. Die Plattform will damit für gleiche Voraussetzungen für alle Lernenden schaffen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Ausbildungsqualität.

Projektorganisation

Das Projekt wird agil geleitet, das heisst, die Projektorganisation sowie das Vorgehen können laufend angepasst werden. Beispielsweise kann die Klärung der Finanzierungsfrage Einfluss auf die Projektstruktur und die Projektinhalte haben.

Im Juni 2020 wurde das Projekt digital.SOCIAL in zwei Teilprojekte gegliedert:

  • Im Teilprojekt A geht es darum, eine Ausbildungsplattform für die Bildung in beruflicher Praxis zur Verfügung zu stellen. Sie ist seit August 2021 in Betrieb und soll später ggf. auf die anderen Lernorte ausgeweitet werden.
  • Im Teilprojekt B geht es um eine umfassende Lehr- und Lernplattform (ggf. auch für verwandte Berufe), die das intelligente digitale Lernen fördert (z.B. ‹adaptive learning›, d.h. die Plattform erkennt den Lernstand und gibt gezielte Inputs). Die Arbeiten dafür beginnen frühestens im zweiten Halbjahr 2021.

Im Sommer 2020 wurde die Projektträgerschaft für die Ausbildungsplattform erweitert und die Projektorganisation entsprechend angepasst: Neu sind die Arbeitgebendenverbände Kibesuisse, INSOS Schweiz und CURAVIVA Schweiz in der Projektträgerschaft. Die drei Verbände haben eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, in der sie ihre Absicht bekunden, das Projekt zu tragen und zu finanzieren. SAVOIRSOCIAL ist Partnerorganisation und Auftragnehmerin für die Umsetzung des Teilprojekts. Die Dachorganisation koordinierte die Entwicklung der Plattform.
Im Teilprojekt B agiert eine Steuergruppe, bestehend aus Vertretungen der Arbeitgebendenverbände und der kant./reg. OdA im Sozialbereich. SAVOIRSOCIAL hat die Leitung für dieses Teilprojekt inne.

Zeitplan

Aufgrund des agilen Projektmanagements gibt es keinen fixen Zeitplan. Stattdessen werden hier die einzelnen Schritte fortlaufend aufgeführt – kursiv ist das, was in der Zukunft liegt. Trotz ambitioniertem Zeitplan konnte die Plattform rechtzeitig in Betrieb genommen werden. SAVOIRSOCIAL wird zu gegebenem Zeitpunkt über den weiteren Projektverlauf informieren.

  • Sept. 19: Erhebung bei allen drei Lernorten zu bestehenden Tools (Projektleitung)
  • Nov./Dez. 2019: Entscheid Erarbeitung digitale Umsetzungsinstrumente (SKBQ FaBe und Vorstand SAVOIRSOCIAL)
  • Feb. 20: Entscheid Projektorganisation (Vorstand SAVOIRSOCIAL)
  • Feb./März 20: Workshops bzgl. Projektvision und -aufgleisung (Begleitgruppe und Stakeholder)
  • März/April 20: Wahl Steuergruppe (Vorstand SAVOIRSOCIAL)
  • April/Mai 20: Aufbereitung Workshopergebnisse, Vergleich mit bekannten Tools (Begleitgruppe)
  • Mai 20: Gespräche mit Partnerorganisationen und Stakeholdern (Projektleitung)
  • Ende Mai 20: Priorisierung der Anwendungen, Aufteilung in 2 Teilprojekte (Steuergruppe)
  • Juni 20: Entscheid Offertstellung/Governance (Steuergruppe)
  • Juni 20: Gutheissung Aufteilung in 2 Teilprojekte (Vorstand SAVOIRSOCIAL)
  • Juli 20: Ausschreibung für Offerten
  • August 20: Gespräche mit 4 Offertstellern (Projektleitung)
  • August 20: Auswahl Anbieter (Steuerungsausschuss)
  • August 20: Auftragsvergabe an time2learn / Firma Swiss Learning Hub (Steuerungsausschuss)
  • seit Ende Sept. 20: Start Vorprojekt mit time2learn (Projektträgerschaft)
  • März 2021: Festlegung der Nutzungsgebühren (Jahreslizenzen) und Information an die Lehrbetriebe (Trägerorganisationen)
  • ab April 21: Testing der Plattform
  • Ab August 21: Nutzung der Ausbildungsplattform in den Lehrbetrieben (Teilprojekt A)
  • Zweites Halbjahr 2021: Planung des Teilprojekts B

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Cécile Annen und Charlotte Reinhard

Stand: Sept. 2021

Entwicklung eines Abschlusses auf Tertiärstufe im Bereich Frühe Förderung

Aktuell

Der Vorstand von SAVOIRSOCIAL hat grünes Licht gegeben, um ein Berufsentwicklungsprojekt im Bereich der Frühen Förderung zu lancieren. Parallel zur Erarbeitung der Projektskizze werden Partnerorganisation kontaktiert und die Finanzierung abgeklärt.

Ausgangslage

Das Konzept der Frühen Förderung umfasst alle Tätigkeiten und Massnahmen, welche die frühkindlichen Entwicklungs- und Bildungsprozesse unterstützen und fördern. Es gewinnt in der nationalen und internationalen Sozialpolitik immer mehr an Bedeutung. Das Thema der Frühen Förderung ist an der Schnittstelle zwischen dem familiären und vorschulischen Umfeld angesiedelt und soll insbesondere die Chancengleichheit im Bildungssystem fördern. Eine Studie, die im Auftrag von SAVOIRSOCIAL durchgeführt wurde, hat Kompetenzlücken beim Personal, das in Angeboten im niederschwelligen Bereich (Spielgruppen, Eltern-Kind-Treffpunkte etc.) tätig ist, ausgewiesen.

Projektziele

Mit dem Berufsentwicklungsprojekt soll Personen mit einem Bildungsabschluss auf Sekundarstufe II, die im Bereich der Frühen Förderung und Sprachförderung arbeiten, eine eidgenössisch anerkannte Qualifikation auf Tertiärstufe geboten werden. Der Fokus wird auf eine Berufsprüfung (eidg. Fachausweis) gelegt. Damit können die Berufspersonen ihre Kompetenzen vertiefen und erweitern, was letztlich die Qualität in diesem Tätigkeitsfeld steigern soll.

Das Projekt berücksichtigt ausschliesslich die niederschwelligen Angebote an der Schnittstelle zwischen dem Vorschul- und Schulbereich. Niederschwellig meint hier, dass kein formaler Berufsabschluss im sozialen, pädagogischen oder gesundheitlichen Bereich vorausgesetzt wird – die institutionelle familienergänzende Kinderbetreuung in Kitas o.ä. ist folglich nicht Teil des Projekts.

Als erster Schritt soll ein Netzwerk mit Partnerorganisationen aufgebaut werden. Auch die Finanzierung muss noch geklärt werden.

Projektorganisation und Zeitplan

SAVOIRSOCIAL wird Kontakt aufnehmen zu verschiedenen Partnerorganisationen, die in diesem Arbeitsfeld relevant sind. Es gibt bis dato keine (nationale) Organisation, welche die betreffenden Angebote verwaltet. Anschliessend wird die Projektorganisation aufgebaut und der Zeitplan definiert.

Projektdauer: tbd

Projektleitung bei SAVOIRSOCIAL: Cécile Annen

Stand: September 2021

Berufsfeldanalyse Aktivierungstherapie/Alltagsgestaltung

Aktuell:
Das Projekt Berufsfeldanalyse zu Aus- und Weiterbildungen im Arbeitsfeld Aktivierung wird strategisch von SAVOIRSOCIAL und OdASanté geführt. Für die operative Umsetzung ist eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die die folgenden Verbände repräsentieren: OdASanté, SAVOIRSOCIAL, CURAVIVA, SVAT (Schweizerischer Verband der Aktivierungsfachfrauen/-männer) und BGS (Verband Bildungszentren Gesundheit Schweiz). Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Büro BASS. Im Jahr 2020 wurde eine umfassende Analyse des Berufsfeldes Alltagsgestaltung – Aktivierungstherapie durchgeführt. Ziel der Analyse ist es, die heute notwendigen sowie die zukünftigen arbeitsmarktrelevanten Kompetenzen zu erfassen und Empfehlungen für die Weiterentwicklung des Berufsfeldes abzuleiten. In einem ersten Schritt wurden Dokumente, Literatur und Daten analysiert. Anschliessend wurde eine Online-Umfrage mit Fachpersonen und ein Workshop mit einer Begleitgruppe durchgeführt. Die Resultate werden durch die Arbeitsgruppe begutachtet und durch die Vorstände von SAVOIRSOCIAL und OdASanté verabschiedet.

Projektbeschrieb und -organisation:
Das Projekt besteht aus einer ausführlichen Berufsfeldanalyse im Bereich Aktivierungstherapie/Alltagsgestaltung. Seit Januar 2016 bearbeiten OdASanté und SAVOIRSOCIAL die Schnittstelle zwischen dem Gesundheits- und Sozialbereich. Dabei wurden verschiedene Abschlüsse und Berufsfelder diskutiert, u.a. dasjenige Aktivierungstherapie/Alltagsgestaltung. 2018 hat in Bern ein Treffen mit Vertretungen von OdASanté, SAVOIRSOCIAL, Curaviva und dem Schweizerischen Verband der Aktivierungsfachfrauen und -männer SVAT stattgefunden. Anlässlich dieser Sitzung wurde die Situation im Berufsfeld Aktivierungstherapie/Alltagsgestaltung sowie das Anliegen diskutiert, vor der Überprüfung und Revision des Rahmenlehrplanes für den Bildungsgang Aktivierung HF, eine Berufsfeldanalyse zu machen.

Der Vorstand von SAVOIRSOCIAL hat an seiner Sitzung im April 2018 beschlossen, dass er sich an einer solchen Berufsfeldanalyse beteiligt. Der Vorstand OdASanté hat am 28. Juni 2018 beschlossen, das Projekt im Grundsatz zu unterstützen. Curaviva ist Mitglied bei OdASanté und bei SAVOIRSOCIAL, der SVAT ist Mitglied bei OdASanté.

Ausgangslage
Das Berufsfeld der Aktivierungstherapie/Alltagsgestaltung ist sehr breit. Fachpersonen in diesem Berufsfeld arbeiten in den diversen stationären und ambulanten Einrichtungen und Organisationen des Gesundheitswesens.

Projektziele

  • Das Berufsfeld Alltagsgestaltung / Aktivierungstherapie ist bezüglich Weiterentwicklung von bestehenden und bezüglich Entwicklung allfälliger zukünftiger Abschlüsse analysiert.
  • Die aktuell notwendigen und die zukünftigen arbeitsmarktrelevanten Kompetenzen der Alltagsgestaltung / Aktivierungstherapie sind beschrieben und erfassen sowohl die Deutschschweiz wie auch die lateinische Schweiz.
  • Es ist beschrieben, welche Kompetenzen auf welchen Qualifikationsstufen ausgebildet werden (Ist-Situation) und in Zukunft ausgebildet werden sollten (Soll-Situation).
  • Eine Delta-Analyse zu den Kompetenzen der aktuellen Abschlüsse in den Bereichen Alltagsgestaltung und Aktivierungstherapie liegt vor. Veränderungen bei den Kompetenzen im Berufsfeld werden auf die Bildungsverordnungen und die Bildungspläne der beruflichen Grundbildungen Assistent*in Gesundheit und Soziales EBA, Fachperson Betreuung EFZ und Fachperson Gesundheit EFZ, auf die Rahmenlehrpläne Aktivierung HF, Pflege HF und Gemeindeanimation HF sowie – soweit als möglich – auf die Curricula der Bachelorausbildungen übertragen, um ein allfälliges Delta abzudecken.
  • Die Berufsfeldanalyse zeigt Anschluss-Karrieremöglichkeiten auf, sowie Zulassungsbedingungen und Anrechenbarkeit von Kompetenzen anderer Profile (Stimmigkeit der Bildungssystematik / Durchlässigkeit).
  • Ein Schlussbericht fasst die Resultate der Berufsfeldanalyse zusammen und gibt Empfehlungen hinsichtlich der Weiterentwicklung des Berufsfeldes (Teilrevision, Totalrevision, alternative Abschlüsse).

Projektdauer: 2019- 2021

Projektleitung: Riccardo Mero, OdA Santé / Büro BASS, externe pädagogische Begleitung

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Fränzi Zimmerli und Ursula Zweifel

aktualisiert: September 2021