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Übersicht über Projekte

SAVOIRSOCIAL führt eigene Projekte durch und wirkt in unterschiedlichen Projekten von Partnerorganisationen mit.

Informationen zu einzelnen Projekten

Untenstehend finden sich detaillierte Informationen zu den Projekten, in denen SAVOIRSOCIAL massgeblich mitarbeitet.

Revision Rahmenlehrpläne HF im Sozialbereich

Aktuell:

Die überarbeiteten Rahmenlehrpläne HF wurden per 17. August in Kraft gesetzt!

Die Bildungsgänge HF können folglich im Sommer 2021 erstmals nach den revidierten Bildungsgrundlagen starten.

Zu den wichtigsten Neuerungen gehören die Vereinheitlichung des Qualifikationsverfahrens, die veränderten Zulassungsbedingungen sowie die Angleichung der RLP untereinander. Auch sind die Kompetenzen nach der IPRE-Methode (Informieren, Planen, Realisieren, Evaluieren) formuliert. Der Rahmenlehrplan Kindererziehung HF heisst neu auf Deutsch Kindheitspädagogik HF und aus Sozialpädagogische*r Werkstattleiter*in wurde Leiter*in Arbeitsagogik HF.

Breiter Einbezug der Branche:

Die Entwürfe der Rahmenlehrpläne wurden in den Jahren 2017 und 2019 der Branche zur Vernehmlassung vorgelegt. Expert*innen der Projektgruppe haben die allgemeinen Kapitel, wie zum Beispiel «Zulassung» oder «Qualifikationsverfahren» überarbeitet. 25 Fachexpert*innen aus Schule und Praxis und aus verschiedenen Sprachregionen der Schweiz haben in mehreren Workshops die neuen fachspezifischen Kompetenzprofile entwickelt.

Grundlage für die inhaltliche Überarbeitung war eine Analyse und die erste brancheninterne Anhörung vom Herbst 2017, bei der sich alle relevanten Organisationen zu den Revisionsempfehlungen äussern konnten.  Die Resultate dieser Anhörung sind in ein Positionspapier eingeflossen, das die Vorstände von SAVOIRSOCIAL und SPAS im Frühling 2018 verabschiedet haben.

Ausgangslage:
Die Trägerorganisationen der Rahmenlehrpläne der Höheren Fachschulen im Sozialbereich SAVOIRSOCIAL und SPAS führen eine umfassende Revision der Rahmenlehrpläne Sozialpädagogik HF, Kindererziehung HF, Gemeindeanimation HF sowie sozialpädagogische Werkstattleitung HF durch.

Ziele:
Mit dem Projekt werden folgende Ziele verfolgt:

  • Der Revisionsbedarf ist pro Rahmenlehrplan bezüglich Tätigkeit und Berufsfeld sowie insgesamt im Sozialbereich systematisch analysiert und definiert. Die Rahmenlehrpläne sind bezüglich Konsistenz von Ausbildung und künftigem Praxisbedarf sowie bezüglich Schnittstellen zwischen den vier Berufsbildern überprüft und beschrieben.
  • Die Eckwerte für die Überarbeitung der Rahmenlehrpläne sind definiert. Die Eckwerte betreffen den Inhalt, den formellen Rahmen, die einheitliche Terminologie und die Methodik der Handlungskompetenzorientierung.
  • Die Rahmenlehrpläne sind inhaltlich und formell überarbeitet.
  • Die Rahmenlehrpläne sind von der Trägerschaft erlassen und vom SBFI genehmigt.

Zeitplan und Vorgehen:

Phase 1 (2015-2017):
In der ersten Projektphase wurde eine Bedarfsabklärung und eine Überprüfung der bestehenden Rahmenlehrpläne durchgeführt. Hierbei wurde untersucht, wie die vier Berufsbilder zueinander stehen, beziehungsweise wo Gemeinsamkeiten liegen und wo Unterschiede existieren. Als Informationsquellen dienten die Berufs- und Bildungspolitik, Fachtheorien und Arbeitsanalysen. Im Zentrum dieser Phase stand einerseits die Dokumenten- und Umfeldanalyse, andererseits eine breit durchgeführte Befragung bei Bildungsanbietern, Arbeitgebern sowie Absolvent*innen von Höheren Fachschulen.

Phase 2 (2018):
Die zweite Phase war bestimmt durch die konkrete Anpassung der vier Berufsprofile durch Praxisexpert*innen, der Ausarbeitung von gemeinsamen und fachspezifischen Kompetenzen sowie der Anpassungen der allgemeinen Bestimmungen.

Phase 3 (2019-2020):
Darauf folgt die Phase der Finalisierung der vier Rahmenlehrplan-Entwürfe sowie die Genehmigungsphase zuerst in der Branche und danach beim SBFI.

Projektdauer: September 2016 bis Juli 2020

Externe Projektleitung: Der Auftrag wird vom Büro für Bildungsfragen realisiert. Projektleiterin ist Nina Denzler.

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Fränzi Zimmerli

Stand: August 2021

Projekt digital.SOCIAL: Ausbildungs- und Lernplattform FaBe

Aktuell

Die Ausbildungsplattform time2learn ist pünktlich auf den Ausbildungsstart im August 2021 online gegangen. Sie wird bereits rege genutzt! Curaviva (für den Behinderten- und den Betagtenbereich) und kibesuisse (für den Kinderbereich) bieten Schulungen für Nutzende auf Deutsch und Französisch an. Mehr Informationen dazu finden sich hier. Damit ist der Kern des Teilprojekts A (vgl. unten) umgesetzt.

Als nächster Schritt wird das Teilprojekt B in Angriff genommen und von der Steuergruppe und der Projektleitung geplant und diskutiert.

Weitere Informationen:

Ausgangslage

Die Revision der beruflichen Grundbildung Fachmann*frau Betreuung ist seit Sommer 2020 abgeschlossen. SAVOIRSOCIAL war als Trägerin der Ausbildung verantwortlich für die Erarbeitung von Umsetzungsinstrumenten. Auf Empfehlung der Schweizerischen Kommission für Berufsentwicklung und Qualität, SKBQ FaBe, hat der Vorstand von SAVOIRSOCIAL entschieden, digitale Instrumente für die revidierte Ausbildung zu schaffen. Dies nicht nur, weil digitale Lernformen in der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken sind, sondern auch, weil er darin eine grosse Chance zur Förderung der Lernortkooperation erkennt. Unter ‹digital› wird dabei mehr als «nur» elektronisch basiert verstanden. Vielmehr geht es darum, die modernen Techniken für das individualisierte Lernen zu nutzen (u.a. mit Hilfe künstlicher Intelligenz).

Projektziele

Mit dem Projekt wird das Ziel verfolgt, dass allen Lernenden und Ausbildungsverantwortlichen an den drei Lernorten eine digitale Ausbildungs- und Lernplattform zu Verfügung steht. Sie soll der Information, Planung, Durchführung und Evaluation der Ausbildung dienen und damit das strukturierte und methodenreiche Lehren und Lernen orts- und zeitunabhängig fördern. Die Plattform will damit für gleiche Voraussetzungen für alle Lernenden schaffen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Ausbildungsqualität.

Projektorganisation

Das Projekt wird agil geleitet, das heisst, die Projektorganisation sowie das Vorgehen können laufend angepasst werden. Beispielsweise kann die Klärung der Finanzierungsfrage Einfluss auf die Projektstruktur und die Projektinhalte haben.

Im Juni 2020 wurde das Projekt digital.SOCIAL in zwei Teilprojekte gegliedert:

  • Im Teilprojekt A geht es darum, eine Ausbildungsplattform für die Bildung in beruflicher Praxis zur Verfügung zu stellen. Sie ist seit August 2021 in Betrieb und soll später ggf. auf die anderen Lernorte ausgeweitet werden.
  • Im Teilprojekt B geht es um eine umfassende Lehr- und Lernplattform (ggf. auch für verwandte Berufe), die das intelligente digitale Lernen fördert (z.B. ‹adaptive learning›, d.h. die Plattform erkennt den Lernstand und gibt gezielte Inputs). Die Arbeiten dafür beginnen frühestens im zweiten Halbjahr 2021.

Im Sommer 2020 wurde die Projektträgerschaft für die Ausbildungsplattform erweitert und die Projektorganisation entsprechend angepasst: Neu sind die Arbeitgebendenverbände Kibesuisse, INSOS Schweiz und CURAVIVA Schweiz in der Projektträgerschaft. Die drei Verbände haben eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, in der sie ihre Absicht bekunden, das Projekt zu tragen und zu finanzieren. SAVOIRSOCIAL ist Partnerorganisation und Auftragnehmerin für die Umsetzung des Teilprojekts. Die Dachorganisation koordinierte die Entwicklung der Plattform.
Im Teilprojekt B agiert eine Steuergruppe, bestehend aus Vertretungen der Arbeitgebendenverbände und der kant./reg. OdA im Sozialbereich. SAVOIRSOCIAL hat die Leitung für dieses Teilprojekt inne.

Zeitplan

Aufgrund des agilen Projektmanagements gibt es keinen fixen Zeitplan. Stattdessen werden hier die einzelnen Schritte fortlaufend aufgeführt – kursiv ist das, was in der Zukunft liegt. Trotz ambitioniertem Zeitplan konnte die Plattform rechtzeitig in Betrieb genommen werden. SAVOIRSOCIAL wird zu gegebenem Zeitpunkt über den weiteren Projektverlauf informieren.

  • Sept. 19: Erhebung bei allen drei Lernorten zu bestehenden Tools (Projektleitung)
  • Nov./Dez. 2019: Entscheid Erarbeitung digitale Umsetzungsinstrumente (SKBQ FaBe und Vorstand SAVOIRSOCIAL)
  • Feb. 20: Entscheid Projektorganisation (Vorstand SAVOIRSOCIAL)
  • Feb./März 20: Workshops bzgl. Projektvision und -aufgleisung (Begleitgruppe und Stakeholder)
  • März/April 20: Wahl Steuergruppe (Vorstand SAVOIRSOCIAL)
  • April/Mai 20: Aufbereitung Workshopergebnisse, Vergleich mit bekannten Tools (Begleitgruppe)
  • Mai 20: Gespräche mit Partnerorganisationen und Stakeholdern (Projektleitung)
  • Ende Mai 20: Priorisierung der Anwendungen, Aufteilung in 2 Teilprojekte (Steuergruppe)
  • Juni 20: Entscheid Offertstellung/Governance (Steuergruppe)
  • Juni 20: Gutheissung Aufteilung in 2 Teilprojekte (Vorstand SAVOIRSOCIAL)
  • Juli 20: Ausschreibung für Offerten
  • August 20: Gespräche mit 4 Offertstellern (Projektleitung)
  • August 20: Auswahl Anbieter (Steuerungsausschuss)
  • August 20: Auftragsvergabe an time2learn / Firma Swiss Learning Hub (Steuerungsausschuss)
  • seit Ende Sept. 20: Start Vorprojekt mit time2learn (Projektträgerschaft)
  • März 2021: Festlegung der Nutzungsgebühren (Jahreslizenzen) und Information an die Lehrbetriebe (Trägerorganisationen)
  • ab April 21: Testing der Plattform
  • Ab August 21: Nutzung der Ausbildungsplattform in den Lehrbetrieben (Teilprojekt A)
  • Zweites Halbjahr 2021: Planung des Teilprojekts B

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Cécile Annen und Charlotte Reinhard

Stand: Sept. 2021

Movetia: Austauschprogramm FaBe

Aktuell

Movetia hat den Antrag von SAVOIRSOCIAL auf Fördermittel Anfang September 2021 gutgeheissen. Damit kann die Erarbeitung einer Koordinationsstruktur starten. Sie ist Teil eines Pilotprojekts für ein Austausch- und Mobilitätsprogramm für den Beruf Fachmann*frau Betreuung (FaBe) und für die praktische Umsetzung Programms zuständig. Ebenso wird sie als Ansprechstelle fungieren für alle Informationen im Zusammenhang mit der internationalen Zusammenarbeit in der Berufsbildung im Sozialbereich. Diese beiden Projekte (Koordinationsstruktur und Pilotprojekt Austausch- und Mobilitätsprogramm FaBe) werden parallel entwickelt und hängen voneinander ab.

Ausgangslage

SAVOIRSOCIAL wurde von Movetia angefragt, ob sie ein Austauschprogramm für den Beruf Fachmann*frau Betreuung lancieren möchte. Movetia ist die nationale Agentur zur Förderung von Austausch und Mobilität im Bildungssystem. Sie wird getragen von Bund und Kantonen (SBFI, Bundesamt für Kultur BAK, Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren EDK). Sie unterhält Mobilitätsprogramme, die Lernenden resp. frisch Ausgebildeten und/oder Berufsbildner*innen einen Einblick in den Arbeitsalltag ihres Berufes in einem anderen Land ermöglicht. Die einzelnen Programme werden von eigenen Projektträgerschaften geführt und können in Bezug auf Aufenthaltsdauer, Ort, Zielgruppe etc. unterschiedlich ausgestaltet werden. Während des Austausches leben die Teilnehmenden in einer Unterkunft (z.B. Gastfamilie). Sie arbeiten in einem Betrieb mit oder sind dort (teilnehmende) Beobachter*innen. Die Ziele des Austausches sind, dass die Teilnehmenden an den Programmen ihre sozialen, (inter-)kulturellen und ggf. sprachlichen Kompetenzen erweitern können. Dies kann u.a. das Verständnis für kulturelle Unterschiede fördern. Gleichzeitig erhalten sie eine zusätzliche fachliche Perspektive (z.B. Einblick in andere Betreuungskonzepte, Inputs für die eigene Arbeit zu Hause). Damit kann nicht zuletzt die Attraktivität der Ausbildung respektive die Attraktivität der Tätigkeit als Berufsbildner*in gesteigert werden.

Projektziele

Das Projekt verfolgt zwei übergeordnete Ziele:

  • SAVOIRSOCIAL schafft eine nachhaltige Koordinationsstruktur für alle Fragen der internationalen Zusammenarbeit in der Berufsbildung im Sozialbereich. In dieser Funktion ist diese Koordinationsstruktur auch zuständig für die Durchführung und Koordination von Austausch- und Mobilitätsprogrammen für soziale Berufe.
  • SAVOIRSOCIAL entwickelt und realisiert ein Pilotprojekt für ein Austausch- und Mobilitätsprogramm für den Beruf Fachmann*frau Betreuung EFZ.

Projektorganisation und Zeitplan

Der Vorstand von SAVOIRSOCIAL fungiert als Steuergruppe, die Geschäftsstelle hat die Projektleitung inne und Movetia bietet Projektberatung und -unterstützung. Die Zwischenresultate werden regelmässig einem Soundingboard, bestehend aus Fachpersonen aus den Arbeitsfeldern FaBe, zur Diskussion unterbreitet.

Das Projekt wird in verschiedene Phasen gegliedert:

  1. Analyse- und Entwicklungsphase: Erarbeitung einer Koordinationsstruktur und Umfeldanalyse mit dem Ziel, die Grundlagen für das Pilotprojekt für ein Austausch- und Mobilitätsprogramm FaBe zu schaffen (September bis November 2021).
  2. Erarbeitungsphase: Ausarbeitung für ein Mobilitätsprogramm aufgrund der Resultate der Analysephase, Antrag zuhanden des Vorstandes von SAVOIRSOCIAL, Umsetzung des Marketingkonzepts (November 2021 – März 2022)
  3. Umsetzungsphase: Kickoff des Mobilitätsprogramms (ab April 2022)
  4. Evaluation: Nach der ersten Durchführung werden die Erfahrungen evaluiert (ab ca. 2022). Der Betrieb der Koordinationsstruktur sowie das Pilotprojekt für das Austausch- und Mobilitätsprogramms FaBe werden im Herbst 2023 evaluiert. Anschliessend wird das weitere Vorgehen definiert.

Projektdauer: 2020-2024

Projektleitung: Charlotte Reinhard

Stand: September 2021

Entwicklung eines Abschlusses auf Tertiärstufe im Bereich Frühe Förderung

Aktuell

Der Vorstand von SAVOIRSOCIAL hat grünes Licht gegeben, um ein Berufsentwicklungsprojekt im Bereich der Frühen Förderung zu lancieren. Parallel zur Erarbeitung der Projektskizze werden Partnerorganisation kontaktiert und die Finanzierung abgeklärt.

Ausgangslage

Das Konzept der Frühen Förderung umfasst alle Tätigkeiten und Massnahmen, welche die frühkindlichen Entwicklungs- und Bildungsprozesse unterstützen und fördern. Es gewinnt in der nationalen und internationalen Sozialpolitik immer mehr an Bedeutung. Das Thema der Frühen Förderung ist an der Schnittstelle zwischen dem familiären und vorschulischen Umfeld angesiedelt und soll insbesondere die Chancengleichheit im Bildungssystem fördern. Eine Studie, die im Auftrag von SAVOIRSOCIAL durchgeführt wurde, hat Kompetenzlücken beim Personal, das in Angeboten im niederschwelligen Bereich (Spielgruppen, Eltern-Kind-Treffpunkte etc.) tätig ist, ausgewiesen.

Projektziele

Mit dem Berufsentwicklungsprojekt soll Personen mit einem Bildungsabschluss auf Sekundarstufe II, die im Bereich der Frühen Förderung und Sprachförderung arbeiten, eine eidgenössisch anerkannte Qualifikation auf Tertiärstufe geboten werden. Der Fokus wird auf eine Berufsprüfung (eidg. Fachausweis) gelegt. Damit können die Berufspersonen ihre Kompetenzen vertiefen und erweitern, was letztlich die Qualität in diesem Tätigkeitsfeld steigern soll.

Das Projekt berücksichtigt ausschliesslich die niederschwelligen Angebote an der Schnittstelle zwischen dem Vorschul- und Schulbereich. Niederschwellig meint hier, dass kein formaler Berufsabschluss im sozialen, pädagogischen oder gesundheitlichen Bereich vorausgesetzt wird – die institutionelle familienergänzende Kinderbetreuung in Kitas o.ä. ist folglich nicht Teil des Projekts.

Als erster Schritt soll ein Netzwerk mit Partnerorganisationen aufgebaut werden. Auch die Finanzierung muss noch geklärt werden.

Projektorganisation und Zeitplan

SAVOIRSOCIAL wird Kontakt aufnehmen zu verschiedenen Partnerorganisationen, die in diesem Arbeitsfeld relevant sind. Es gibt bis dato keine (nationale) Organisation, welche die betreffenden Angebote verwaltet. Anschliessend wird die Projektorganisation aufgebaut und der Zeitplan definiert.

Projektdauer: tbd

Projektleitung bei SAVOIRSOCIAL: Cécile Annen

Stand: September 2021

Entwicklung einer höheren Fachprüfung im Bereich Mütter- und Väterberatung

Aktuell:

Die Ausschreibung der Prüfungsordnung im Bundesblatt ist erfolgt. Es ist keine Einsprache eingegangen. Damit steht der Inkraftsetzung der höheren Fachprüfung Berater*in Frühe Kindheit nichts mehr im Wege. Die Co-Träger SAVOIRSOCIAL, OdASanté und der Schweizerische Fachverband Mütter- und Väterberatung freuen sich sehr darüber.

Nachfolgend finden Sie die Version der Prüfungsordnung, wie sie im Bundesblatt ausgeschrieben wurde sowie die Wegleitung (Version vom 18.08.2021):

Ausgangslage:
Die Erarbeitung einer höheren Fachprüfung Mütter- und Väterberatung ist Teil des Projekts «Eidgenössische Prüfungen im Bereich der Pflege». Dieses baut auf dem Projekt «Kompetenzprofile Pflege» auf und hat die Schaffung von insgesamt sechs höheren Fachprüfungen und einer Berufsprüfung im Bereich Pflege zum Ziel. SAVOIRSOCIAL wirkt seit Beginn in den Fachgruppen mit, die einen Bezug zum Sozialbereich haben und ist auch in der Steuergruppe vertreten. Der Lead liegt bei OdASanté.

Ziel:

  • Erarbeitung einer höheren Fachprüfung Mütter- und Väterberatung

Die neue höhere Fachprüfung soll die Fachpersonen für die Anforderungen in der Mütter-/Väterberatung auf Tertiärstufe qualifizieren. Das Berufsbild geht von einer umfassenden Begleitung und Unterstützung von Bezugspersonen von Kindern zwischen 0 und 5 Jahren aus. Der*die Mütter-Väterberater*in begleitet und unterstützt die Bezugspersonen bei der Bewältigung vielfältiger und situativer Herausforderungen und Anliegen des Alltags. Er*sie stärkt die Gesundheits-, Sozial-, Selbst- und Erziehungskompetenz der Bezugspersonen, mit dem Ziel, das Wohl des Kindes zu fördern. Damit wirkt er*sie gesundheitsfördernd und präventiv. Auch erkennt er*sie eine mögliche Kindswohlgefährdung und leitet entsprechende Massnahmen ein. Zudem unterstützt und berät der*die Mütter-Väterberater*in andere Fachpersonen der frühen Kindheit. Die Mütter- und Väterberatung ist ein Teil der Kinder- und Jugendhilfe in der Schnittstelle des Sozial- und Gesundheitsbereichs. Der geplante Abschluss ist damit auch eine interessante Perspektive für Fachpersonen aus dem Sozialbereich (z.B. dipl. Sozialpädagoginnen HF, dipl. Kindererzieher HF).

Projektdauer: 2015 – 2020

Projektleitung: OdA Santé

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Fränzi Zimmerli

Stand: August 2021

Unabhängige Praktika vor Lehrbeginn

Aktuell:

Ausbildungsunabhängige Praktika sind im Sozialbereich leider nach wie vor weit verbreitet. SAVOIRSOCIAL hat zum vierten Mal ein Monitoring durchgeführt, um zu erfassen, was lernende Fachmänner*frauen Betreuung vor Lehrbeginn gemacht haben. In der diesjährigen Erhebung haben 2553 Personen teilgenommen – 1177 davon haben vor dem Einstieg in die Berufslehre mindestens ein Praktikum absolviert. Mit der Quote von 46.1% hat sich die Situation im Vergleich zum Vorjahr (47%) nur gering verbessert. Die schlecht bezahlten Praktika stellen unnötige Hürden dar, in den Sozialbereich einzusteigen.

Weitere Monitoringberichte:

In einem Flyer informiert SAVOIRSOCIAL über das Thema ausbildungsunabhängige Praktika im Sozialbereich. Er richtet sich hauptsächlich an jugendliche Berufsinteressierte und ihre Eltern und weist sie auf einige wichtige Aspekte in Bezug auf den Einstieg in die berufliche Grundbildung Fachmann*frau Betreuung hin.

Ausgangslage und Ziel:
Die grosse Mehrheit der Lernenden Fachmann*frau Betreuung hat vor ihrem Einstieg in die berufliche Grundbildung ein oder sogar mehrere ausbildungsunabhängige Praktika absolviert. Dies ist in den gesetzlichen Grundlagen nicht vorgesehen und auch nicht erwünscht. SAVOIRSOCIAL hat sich dem Thema angenommen und im Dezember 2016 einen Runden Tisch dazu einberufen. Gemeinsam mit Vertretungen von Bund, Kantonen und Mitgliederorganisationen wurde eine Erklärung verfasst mit dem Ziel, die Einstiegshürden in die berufliche Grundbildung in Form von Praktika abzubauen. Im Dezember 2017 hat der zweite Runde Tisch zum selben Thema stattgefunden. Der Austausch zeigte, dass mehrere Massnahmen ergriffen und Aktivitäten durchgeführt wurden. Einige Verbände haben Positionspapiere, Medienmitteilungen und Informationsblätter zum Thema aufgesetzt. SAVOIRSOCIAL hat eine Umfrage zur Situation der Lernenden in den Kantonen durchgeführt.

Dokumente Runder Tisch 2017:

Dokumente Runder Tisch 2016:

Aktualisiert: April 2021

Berufsfeldanalyse Aktivierungstherapie/Alltagsgestaltung

Aktuell:
Das Projekt Berufsfeldanalyse zu Aus- und Weiterbildungen im Arbeitsfeld Aktivierung wird strategisch von SAVOIRSOCIAL und OdASanté geführt. Für die operative Umsetzung ist eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die die folgenden Verbände repräsentieren: OdASanté, SAVOIRSOCIAL, CURAVIVA, SVAT (Schweizerischer Verband der Aktivierungsfachfrauen/-männer) und BGS (Verband Bildungszentren Gesundheit Schweiz). Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Büro BASS. Im Jahr 2020 wurde eine umfassende Analyse des Berufsfeldes Alltagsgestaltung – Aktivierungstherapie durchgeführt. Ziel der Analyse ist es, die heute notwendigen sowie die zukünftigen arbeitsmarktrelevanten Kompetenzen zu erfassen und Empfehlungen für die Weiterentwicklung des Berufsfeldes abzuleiten. In einem ersten Schritt wurden Dokumente, Literatur und Daten analysiert. Anschliessend wurde eine Online-Umfrage mit Fachpersonen und ein Workshop mit einer Begleitgruppe durchgeführt. Die Resultate werden durch die Arbeitsgruppe begutachtet und durch die Vorstände von SAVOIRSOCIAL und OdASanté verabschiedet.

Projektbeschrieb und -organisation:
Das Projekt besteht aus einer ausführlichen Berufsfeldanalyse im Bereich Aktivierungstherapie/Alltagsgestaltung. Seit Januar 2016 bearbeiten OdASanté und SAVOIRSOCIAL die Schnittstelle zwischen dem Gesundheits- und Sozialbereich. Dabei wurden verschiedene Abschlüsse und Berufsfelder diskutiert, u.a. dasjenige Aktivierungstherapie/Alltagsgestaltung. 2018 hat in Bern ein Treffen mit Vertretungen von OdASanté, SAVOIRSOCIAL, Curaviva und dem Schweizerischen Verband der Aktivierungsfachfrauen und -männer SVAT stattgefunden. Anlässlich dieser Sitzung wurde die Situation im Berufsfeld Aktivierungstherapie/Alltagsgestaltung sowie das Anliegen diskutiert, vor der Überprüfung und Revision des Rahmenlehrplanes für den Bildungsgang Aktivierung HF, eine Berufsfeldanalyse zu machen.

Der Vorstand von SAVOIRSOCIAL hat an seiner Sitzung im April 2018 beschlossen, dass er sich an einer solchen Berufsfeldanalyse beteiligt. Der Vorstand OdASanté hat am 28. Juni 2018 beschlossen, das Projekt im Grundsatz zu unterstützen. Curaviva ist Mitglied bei OdASanté und bei SAVOIRSOCIAL, der SVAT ist Mitglied bei OdASanté.

Ausgangslage
Das Berufsfeld der Aktivierungstherapie/Alltagsgestaltung ist sehr breit. Fachpersonen in diesem Berufsfeld arbeiten in den diversen stationären und ambulanten Einrichtungen und Organisationen des Gesundheitswesens.

Projektziele

  • Das Berufsfeld Alltagsgestaltung / Aktivierungstherapie ist bezüglich Weiterentwicklung von bestehenden und bezüglich Entwicklung allfälliger zukünftiger Abschlüsse analysiert.
  • Die aktuell notwendigen und die zukünftigen arbeitsmarktrelevanten Kompetenzen der Alltagsgestaltung / Aktivierungstherapie sind beschrieben und erfassen sowohl die Deutschschweiz wie auch die lateinische Schweiz.
  • Es ist beschrieben, welche Kompetenzen auf welchen Qualifikationsstufen ausgebildet werden (Ist-Situation) und in Zukunft ausgebildet werden sollten (Soll-Situation).
  • Eine Delta-Analyse zu den Kompetenzen der aktuellen Abschlüsse in den Bereichen Alltagsgestaltung und Aktivierungstherapie liegt vor. Veränderungen bei den Kompetenzen im Berufsfeld werden auf die Bildungsverordnungen und die Bildungspläne der beruflichen Grundbildungen Assistent*in Gesundheit und Soziales EBA, Fachperson Betreuung EFZ und Fachperson Gesundheit EFZ, auf die Rahmenlehrpläne Aktivierung HF, Pflege HF und Gemeindeanimation HF sowie – soweit als möglich – auf die Curricula der Bachelorausbildungen übertragen, um ein allfälliges Delta abzudecken.
  • Die Berufsfeldanalyse zeigt Anschluss-Karrieremöglichkeiten auf, sowie Zulassungsbedingungen und Anrechenbarkeit von Kompetenzen anderer Profile (Stimmigkeit der Bildungssystematik / Durchlässigkeit).
  • Ein Schlussbericht fasst die Resultate der Berufsfeldanalyse zusammen und gibt Empfehlungen hinsichtlich der Weiterentwicklung des Berufsfeldes (Teilrevision, Totalrevision, alternative Abschlüsse).

Projektdauer: 2019- 2021

Projektleitung: Riccardo Mero, OdA Santé / Büro BASS, externe pädagogische Begleitung

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Fränzi Zimmerli und Ursula Zweifel

aktualisiert: September 2021