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Übersicht über Projekte

SAVOIRSOCIAL führt eigene Projekte durch und wirkt in unterschiedlichen Projekten von Partnerorganisationen mit.

Informationen zu einzelnen Projekten

Untenstehend finden sich detaillierte Informationen zu den Projekten, in denen SAVOIRSOCIAL massgeblich mitarbeitet.

Unabhängige Praktika vor Lehrbeginn

Aktuell:

Ausbildungsunabhängige Praktika sind im Sozialbereich leider nach wie vor weit verbreitet. SAVOIRSOCIAL hat zum vierten Mal ein Monitoring durchgeführt, um zu erfassen, was lernende Fachmänner*frauen Betreuung vor Lehrbeginn gemacht haben. In der diesjährigen Erhebung haben 2553 Personen teilgenommen – 1177 davon haben vor dem Einstieg in die Berufslehre mindestens ein Praktikum absolviert. Mit der Quote von 46.1% hat sich die Situation im Vergleich zum Vorjahr (47%) nur gering verbessert. Die schlecht bezahlten Praktika stellen unnötige Hürden dar, in den Sozialbereich einzusteigen.

Weitere Monitoringberichte:

In einem Flyer informiert SAVOIRSOCIAL über das Thema ausbildungsunabhängige Praktika im Sozialbereich. Er richtet sich hauptsächlich an jugendliche Berufsinteressierte und ihre Eltern und weist sie auf einige wichtige Aspekte in Bezug auf den Einstieg in die berufliche Grundbildung Fachmann*frau Betreuung hin.

Ausgangslage und Ziel:
Die grosse Mehrheit der Lernenden Fachmann*frau Betreuung hat vor ihrem Einstieg in die berufliche Grundbildung ein oder sogar mehrere ausbildungsunabhängige Praktika absolviert. Dies ist in den gesetzlichen Grundlagen nicht vorgesehen und auch nicht erwünscht. SAVOIRSOCIAL hat sich dem Thema angenommen und im Dezember 2016 einen Runden Tisch dazu einberufen. Gemeinsam mit Vertretungen von Bund, Kantonen und Mitgliederorganisationen wurde eine Erklärung verfasst mit dem Ziel, die Einstiegshürden in die berufliche Grundbildung in Form von Praktika abzubauen. Im Dezember 2017 hat der zweite Runde Tisch zum selben Thema stattgefunden. Der Austausch zeigte, dass mehrere Massnahmen ergriffen und Aktivitäten durchgeführt wurden. Einige Verbände haben Positionspapiere, Medienmitteilungen und Informationsblätter zum Thema aufgesetzt. SAVOIRSOCIAL hat eine Umfrage zur Situation der Lernenden in den Kantonen durchgeführt.

Dokumente Runder Tisch 2017:

Dokumente Runder Tisch 2016:

Aktualisiert: April 2021

Entwicklung einer höheren Fachprüfung im Bereich Mütter- und Väterberatung

Aktuell:

Die Prüfungsordnung und Wegleitung wurden in den letzten Monaten gemäss den Resultaten der brancheninternen Anhörung nochmals überarbeitet. Danach hat das SBFI die Dokumente inhaltlich geprüft. Neu lautet der Titel auf Deutsch: «Berater*in Frühe Kindheit». Als nächster Schritt folgt die Übersetzung auf Französisch und Italienisch. Die Inkraftsetzung der Prüfungsordnung durch das SBFI ist auf Sommer 2021 geplant. Parallel dazu wurde die Trägerschaft gegründet: Die Co-Träger SAVOIRSOCIAL, OdASanté und der Schweizerische Fachverband Mütter- und Väterberatung haben eine Vereinbarung unterzeichnet.

Nachfolgend finden Sie die aktuellen Entwürfe der Prüfungsordnung und der Wegleitung (Version vom 18.12.2020):

Ausgangslage:
Die Erarbeitung einer höheren Fachprüfung Mütter- und Väterberatung ist Teil des Projekts «Eidgenössische Prüfungen im Bereich der Pflege». Dieses baut auf dem Projekt «Kompetenzprofile Pflege» auf und hat die Schaffung von insgesamt sechs höheren Fachprüfungen und einer Berufsprüfung im Bereich Pflege zum Ziel. SAVOIRSOCIAL wirkt seit Beginn in den Fachgruppen mit, die einen Bezug zum Sozialbereich haben und ist auch in der Steuergruppe vertreten. Der Lead liegt bei OdASanté.

Ziel:

  • Erarbeitung einer höheren Fachprüfung Mütter- und Väterberatung

Die neue höhere Fachprüfung soll die Fachpersonen für die Anforderungen in der Mütter-/Väterberatung auf Tertiärstufe qualifizieren. Das Berufsbild geht von einer umfassenden Begleitung und Unterstützung von Bezugspersonen von Kindern zwischen 0 und 5 Jahren aus. Der*die Mütter-Väterberater*in begleitet und unterstützt die Bezugspersonen bei der Bewältigung vielfältiger und situativer Herausforderungen und Anliegen des Alltags. Er*sie stärkt die Gesundheits-, Sozial-, Selbst- und Erziehungskompetenz der Bezugspersonen, mit dem Ziel, das Wohl des Kindes zu fördern. Damit wirkt er*sie gesundheitsfördernd und präventiv. Auch erkennt er*sie eine mögliche Kindswohlgefährdung und leitet entsprechende Massnahmen ein. Zudem unterstützt und berät der*die Mütter-Väterberater*in andere Fachpersonen der frühen Kindheit. Die Mütter- und Väterberatung ist ein Teil der Kinder- und Jugendhilfe in der Schnittstelle des Sozial- und Gesundheitsbereichs. Der geplante Abschluss ist damit auch eine interessante Perspektive für Fachpersonen aus dem Sozialbereich (z.B. dipl. Sozialpädagoginnen HF, dipl. Kindererzieher HF).

Projektdauer: 2015 – 2020

Projektleitung: OdA Santé

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Fränzi Zimmerli

Stand: Dezember 2020

Revision Rahmenlehrpläne HF im Sozialbereich

Aktuell:

Die überarbeiteten Entwürfe der Rahmenlehrpläne auf Deutsch, Französisch und Italienisch wurden in einer formellen Prüfung durch das SBFI gutgeheissen. Sie sind für die dreimonatige Konsultation (Februar bis April 2021) auf der Webseite des SBFI aufgeschaltet.  Gleichzeitig findet die offizielle Konsultation der Kantone durch die Kommission Höhere Fachschulen der SBBK statt.

Wenn alles nach Plan läuft, können die Bildungsgänge HF im Jahr 2021 erstmals nach den revidierten Bildungsgrundlagen starten. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören die Vereinheitlichung des Qualifikationsverfahrens, die veränderten Zulassungsbedingungen sowie die Angleichung der RLP untereinander. Auch sind die Kompetenzen präzise und konkret nach der IPRE-Methode (Informieren, Planen, Realisieren, Evaluieren) formuliert. Der Rahmenlehrplan Kindererziehung HF erfährt auf Deutsch einen Namenswechsel. Der Bildungsgang soll neu «Kindheitspädagogik HF» heissen.

Breiter Einbezug der Branche:

Die Entwürfe der Rahmenlehrpläne wurden in den Jahren 2017 und 2019 der Branche zur Vernehmlassung vorgelegt. Expert*innen der Projektgruppe haben die allgemeinen Kapitel, wie zum Beispiel «Zulassung» oder «Qualifikationsverfahren» überarbeitet. 25 Fachexpert*innen aus Schule und Praxis und aus verschiedenen Sprachregionen der Schweiz haben in mehreren Workshops die neuen fachspezifischen Kompetenzprofile entwickelt.

Grundlage für die inhaltliche Überarbeitung war eine Analyse und die erste brancheninterne Anhörung vom Herbst 2017, bei der sich alle relevanten Organisationen zu den Revisionsempfehlungen äussern konnten.  Die Resultate dieser Anhörung sind in ein Positionspapier eingeflossen, das die Vorstände von SAVOIRSOCIAL und SPAS im Frühling 2018 verabschiedet haben.

Ausgangslage:
Die Trägerorganisationen der Rahmenlehrpläne der Höheren Fachschulen im Sozialbereich SAVOIRSOCIAL und SPAS führen eine umfassende Revision der Rahmenlehrpläne Sozialpädagogik HF, Kindererziehung HF, Gemeindeanimation HF sowie sozialpädagogische Werkstattleitung HF durch.

Ziele:
Mit dem Projekt werden folgende Ziele verfolgt:

  • Der Revisionsbedarf ist pro Rahmenlehrplan bezüglich Tätigkeit und Berufsfeld sowie insgesamt im Sozialbereich systematisch analysiert und definiert. Die Rahmenlehrpläne sind bezüglich Konsistenz von Ausbildung und künftigem Praxisbedarf sowie bezüglich Schnittstellen zwischen den vier Berufsbildern überprüft und beschrieben.
  • Die Eckwerte für die Überarbeitung der Rahmenlehrpläne sind definiert. Die Eckwerte betreffen den Inhalt, den formellen Rahmen, die einheitliche Terminologie und die Methodik der Handlungskompetenzorientierung.
  • Die Rahmenlehrpläne sind inhaltlich und formell überarbeitet.
  • Die Rahmenlehrpläne sind von der Trägerschaft erlassen und vom SBFI genehmigt.

Zeitplan und Vorgehen:

Phase 1 (2015-2017):
In der ersten Projektphase wurde eine Bedarfsabklärung und eine Überprüfung der bestehenden Rahmenlehrpläne durchgeführt. Hierbei wurde untersucht, wie die vier Berufsbilder zueinander stehen, beziehungsweise wo Gemeinsamkeiten liegen und wo Unterschiede existieren. Als Informationsquellen dienten die Berufs- und Bildungspolitik, Fachtheorien und Arbeitsanalysen. Im Zentrum dieser Phase stand einerseits die Dokumenten- und Umfeldanalyse, andererseits eine breit durchgeführte Befragung bei Bildungsanbietern, Arbeitgebern sowie Absolvent*innen von Höheren Fachschulen.

Phase 2 (2018):
Die zweite Phase war bestimmt durch die konkrete Anpassung der vier Berufsprofile durch Praxisexpert*innen, der Ausarbeitung von gemeinsamen und fachspezifischen Kompetenzen sowie der Anpassungen der allgemeinen Bestimmungen.

Phase 3 (2019-2020):
Darauf folgt die Phase der Finalisierung der vier Rahmenlehrplan-Entwürfe sowie die Genehmigungsphase zuerst in der Branche und danach beim SBFI.

Projektdauer: September 2016 bis Juli 2020

Externe Projektleitung: Der Auftrag wird vom Büro für Bildungsfragen realisiert. Projektleiterin ist Nina Denzler.

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Fränzi Zimmerli

Stand: Februar 2021

Revision berufliche Grundbildung Fachmann*frau Betreuung

Aktuell:

Die revidierten Bildungsgrundlagen wurden per 21. August vom SBFI erlassen respektive genehmigt. SAVOIRSOCIAL freut sich sehr über diesen grossen Meilenstein nach über fünfjähriger Projektarbeit:

Sie treten am 1. Januar 2021 in Kraft. Im August 2021 werden die ersten Lernenden ihre Ausbildung nach den neuen Grundlagen starten.

Die Informationsveranstaltungen und Schulungen für die Multiplikator*innen zu den revidierten Bildungsgrundlagen und den neuen Umsetzungsinstrumenten finden von September bis November 2020 statt. Anschliessend folgen die von den Kantonen organisierten Schulungen in den Regionen.  Mehr Informationen finden sich im Projekteintrag «Umsetzungsinstrumente Fachmann*frau Betreuung».

SAVOIRSOCIAL hat die zentralen Neuerungen der revidierten Bildungsgrundlagen in einer Übersicht zusammengefasst:

Weitere Dokumente:

Projekt- und Zeitplan

Phase 1: Abklärung Revisionsbedarf
2014 wurde ein umfassendes Projekt zur Abklärung des Revisionsbedarfs der beruflichen Grundbildung Fachmann*frau Betreuung durchgeführt.

Auf Basis des Schlussberichts hat ein erweiterter Ausschuss der Schweizerischen Kommission für Berufsentwicklung und Qualität (SKBQ) Fachfrau / Fachmann Betreuung das Reformkonzept entwickelt. Dieses dient als Grundlage für die Anpassung der Verordnung über die berufliche Grundbildung Fachmann*frau Betreuung und den dazugehörenden Bildungsplan.

Im März 2016 wurde beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) der Antrag für ein Vor-Ticket eingereicht. Mit der Vergabe des Vor-Tickets wurde grünes Licht für die Fortsetzung der Revisionsarbeiten gegeben.

Phase 2: Qualifikationsprofil
Das Qualifikationsprofil inklusive Berufsbild und Handlungskompetenzen werden erarbeitet.

Phase 3: Verordnung und Bildungsplan
In dieser Phase steht die Erarbeitung der Bildungsverordnung und des Bildungsplans im Zentrum.

Phase 4: Anhörung SBFI
Das SBFI führt bei den kantonalen Departementen und weiteren interessierten Kreisen eine Anhörung zu den revidierten Bildungsgrundlagen durch.

Phase 5: Erlass und Veröffentlichung
Die Bildungsverordnung wird erlassen und der Bildungsplan genehmigt. Danach werden beide in Kraft gesetzt.

Der Start der revidierten beruflichen Grundbildung erfolgt auf das Schuljahr 2021/22.

Projektdauer: März 2016 – Juli 2021

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Katrin Fuhrer

Stand: April 2021

Umsetzungsinstrumente Fachmann*frau Betreuung EFZ

Aktuell

Die Umsetzungsinstrumente für die revidierte Ausbildung FaBe sind fertig gestellt. Sie werden einerseits für die digitale Nutzung auf der Ausbildungsplattform time2learn aufbereitet (vgl. Infos zum Projekt «digital.SOCIAL»). Andererseits stehen sie auch in analoger Form zur Verfügung.

Wichtige Erläuterungen zur Anwendung der Instrumente sowie Antworten auf weitere Fragen in Bezug auf die Ausbildung (gesetzliche Grundlagen, Arbeitszeit, Aufgaben der Lernorte etc.) sind in einem Handbuch zusammengefasst. Dieses wird als Broschüre und als E-Book produziert und wird spätestens ab Anfang März auf dem Online-Shop von SAVOIRSOCIAL verfügbar sein.

Zentrales neues Ausbildungsinstrument ist die Lerndokumentation mit Praxisauftrag. (Die Arbeits- und Projektdokumentationen wird es in der revidierten Ausbildung nicht mehr geben). Um die Berufsbildenden bestmöglich zu unterstützen, hat SAVOIRSOCIAL gemeinsam mit Fachpersonen Mustervorlagen für die Lerndokumentationen erstellt. Dort sind die meisten Inhalte bereits eingefüllt (Handlungskompetenz aus dem Bildungsplan, ausgewählte Leistungsziele, Fragen zum Vorwissen, Idee für Praxisauftrag). Diese Mustervorlagen können ebenfalls ab Anfang März im Online-Shop erworben werden. Gleichzeitig werden sie in der Ausbildungsplattform time2learn integriert sein.

SAVOIRSOCIAL hat zu den fünf Schritten der Lerndokumentation auch einen Leitfaden sowie ein Tutorial erstellt. Sie und alle neu geschaffenen Ausbildungsinstrumente sind unter www.savoirsocial.ch/instrumente verfügbar (Sharepoint).

Schulungen:
SAVOIRSOCIAL hat von September bis November an insgesamt 10 Online-Veranstaltungen über 150 Schlüsselpersonen aus allen Sprachregionen die neuen Umsetzungsinstrumente erläutert und die Teilnehmenden für deren Nutzung geschult. Diese Personen werden nun in ihren Regionen Schulungen für alle von der Ausbildung Betroffenen durchführen. Informationen dazu sind bei der jeweiligen kant./reg. OdA erhältlich.

Ausgangslage
Ausgehend von den revidierten Bildungsgrundlagen Fachmann*frau Betreuung EFZ werden – parallel zur nationalen Anhörung beim SBFI – Ausbildungsinstrumente für die Praxis erarbeitet. Als fachliche Grundlage dient das Didaktische Rahmenkonzept. Dieses wurde im Juli 2018 vom Vorstand von SAVOIRSOCIAL verabschiedet. Darin werden die Verantwortlichkeiten der drei Lernorte definiert und mögliche Dokumente zur Unterstützung aller ausbildungsbeteiligten Personen sowie die im Bildungsplan festgeschriebenen Umsetzungsinstrumente skizziert.

Oberstes Ziel ist die Koordination und Unterstützung einer umfassenden Lernortkooperation. Der Lernprozess der Lernenden steht dabei im Zentrum: Wenn sie Handlungskompetenzen strukturiert entwickeln, mit geeigneten Instrumenten unterstützt werden und Raum erhalten für ihre Erfahrungswelt, ist ein wichtiger Meilenstein zu einer ganzheitlichen Kompetenzorientierung in der Grundbildung und zur Qualität der Ausbildung gelegt. Lernprozesse dieser Art gelingen nur mit einer funktionierenden Lernortkooperation, beispielsweise durch Standardisierungen an jedem Lernort.

Projektziele
Ausgehend vom Didaktischen Rahmenkonzept werden folgende Umsetzungsinstrumente entwickelt:

  • A: Erarbeitung Ausbildungsprogramme
  • A1: Ausbildungsprogramm Betrieb
  • A2: Ausbildungsprogramm ÜK
  • A3: Ausbildungsprogramm BFS
  • A4: Ausbildungsprogramm Verkürzte Grundbildung
  • A5: Lerndokumentationen und Bildungsbericht
  • B: Instrumente und weitere Dokumente zur Lernortkooperation ÜK, Betrieb und BFS
  • C1: Ausführungsbestimmungen zum «Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung»
  • C2: Regelung des Qualifikationsverfahrens mit Validierung von Bildungsleistungen
  • C3: Dokumente zum Qualifikationsverfahren
  • D: Schulungen

Weitere (z.T. noch zu bestimmende) nachgelagerte oder parallele Arbeiten:

  • E: Einstufung NQR und Zeugniserläuterungen
  • F: Digitale Produkte
  • G: Fachliche Mindestanforderungen für anerkannte Fachkräfte
  • H: Validierung
  • I: Lehrplan BFS pro Schule
  • J: Empfehlung zum Wechsel der Fachrichtung

Im Informations- und Ausbildungskonzept (IAK) sind u.a. die Schulungen für die Berufsbildungsverantwortlichen der drei Lernorte skizziert.

Projektorganisation
Es wird eine Spurgruppe eingesetzt, die aus Vertreter*innen der Lernorte ÜK, Betrieb und Berufsfachschule sowie aus einer Vertreterin des QV besteht. Die Spurgruppe erarbeitet zusammen mit der Projektleitung die Grundlagen für die Umsetzungsinstrumente. Die vorgeschlagenen Grundlagen werden in den Resonanzforen (je eines pro Lernort) begutachtet und auf die Praxistauglichkeit hin überprüft. Anschliessend werden die Resultate aus den Resonanzforen in der Spurgruppe diskutiert und in die Vorlagen eingearbeitet. Sobald die SKBQ FABE als Steuergremium des Projekts die Vorlagen verabschiedet hat, werden die konkreten Inhalte in vier Arbeitsgruppen (ÜK, BFS, Betrieb, Verkürzte Ausbildung) erarbeitet. Die Mitglieder der Spurgruppe arbeiten je in einer Arbeitsgruppe mit und stimmen so die Inhalte der Lernorte aufeinander ab. Die erstellten Umsetzungsinstrumente werden vor den Sommerferien durch die SKBQ FABE verabschiedet.
Das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB leitet die Arbeitsgruppen. Die Spurgruppe wird von Christine Schaffner geleitet.

Zeitplan
Die Umsetzungsinstrumente A und B werden bis Sommer 2020 erarbeitet. Mit der Entwicklung aller weiterer Instrumente wird parallel dazu bereits gestartet oder erst in der Folge. Die Schulungen zu den neuen Ausbildungsinstrumenten sind im 2. Semester 2020 geplant.

Projektdauer: Frühling 2019 – Sommer 2021

Externe Projektleitung: EHB und Christina Schaffner GmbH

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Katrin Fuhrer und Fränzi Zimmerli

Stand: Dezember 2020

Projekt digital.SOCIAL: Ausbildungs- und Lernplattform FaBe

Aktuell

Die Firma Swiss Learning Hub hat einen Prototyp für die Ausbildungsplattform FaBe auf time2learn erarbeitet. Auch auf Ebene Projektorganisation schreiten die Arbeiten voran: Die Trägerorganisationen CURAVIVA Schweiz, INSOS Schweiz und kibesuisse haben die Lehrbetriebe Mitte März über das konkrete Angebot informiert. Weitere Informationen finden Sie hier.

Weitere Informationen:

Ausgangslage

Die Revision der beruflichen Grundbildung Fachmann*frau Betreuung ist seit Sommer 2020 abgeschlossen. SAVOIRSOCIAL ist als Trägerin der Ausbildung verantwortlich für die Erarbeitung von Umsetzungsinstrumenten. Auf Empfehlung der Schweizerischen Kommission für Berufsentwicklung und Qualität, SKBQ FaBe, hat der Vorstand von SAVOIRSOCIAL entschieden, digitale Instrumente für die revidierte Ausbildung zu schaffen. Dies nicht nur, weil digitale Lernformen in der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken sind, sondern auch, weil er darin eine grosse Chance zur Förderung der Lernortkooperation erkennt. Unter ‹digital› wird dabei mehr als «nur» elektronisch basiert verstanden. Vielmehr geht es darum, die modernen Techniken für das individualisierte Lernen zu nutzen (u.a. mit Hilfe künstlicher Intelligenz).

Projektziele

Mit dem Projekt wird das Ziel verfolgt, dass allen Lernenden und Ausbildungsverantwortlichen an den drei Lernorten eine digitale Ausbildungs- und Lernplattform zu Verfügung steht. Sie soll der Information, Planung, Durchführung und Evaluation der Ausbildung dienen und damit das strukturierte und methodenreiche Lehren und Lernen orts- und zeitunabhängig fördern. Die Plattform will damit für gleiche Voraussetzungen für alle Lernenden schaffen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Ausbildungsqualität.

Projektorganisation

Das Projekt wird agil geleitet, das heisst, die Projektorganisation sowie das Vorgehen können laufend angepasst werden. Beispielsweise kann die Klärung der Finanzierungsfrage Einfluss auf die Projektstruktur und die Projektinhalte haben.

Im Juni 2020 wurde das Projekt digital.SOCIAL in zwei Teilprojekte gegliedert:

  • Im Teilprojekt A geht es darum, eine Ausbildungsplattform für die Bildung in beruflicher Praxis zur Verfügung zu stellen. Sie soll bis im August 2021 nutzbar sein und später auf die anderen Lernorte ausgeweitet werden.
  • Im Teilprojekt B geht es um eine umfassende Lehr- und Lernplattform für alle Lernorte (und ggf. auch für verwandte Berufe), die das intelligente digitale Lernen fördert (z.B. ‹adaptive learning›, d.h. die Plattform erkennt den Lernstand und gibt gezielte Inputs). Die Arbeiten dafür werden frühestens im Jahr 2021 beginnen.

Im Sommer 2020 wurde die Projektträgerschaft für die Ausbildungsplattform erweitert und die Projektorganisation entsprechend angepasst: Neu sind die Arbeitgebendenverbände Kibesuisse, INSOS Schweiz und CURAVIVA Schweiz in der Projektträgerschaft. Die drei Verbände haben eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, in der sie ihre Absicht bekunden, das Projekt zu tragen und zu finanzieren. SAVOIRSOCIAL ist Partnerorganisation und Auftragnehmerin für die Umsetzung des Teilprojekts. Die Dachorganisation koordiniert die Entwicklung der Plattform.
Im Teilprojekt B agiert nach wie vor eine Steuergruppe, bestehend aus Vertretungen der Arbeitgebendenverbände und der kant./reg. OdA im Sozialbereich. SAVOIRSOCIAL hat die Leitung für dieses Teilprojekt inne.

Zeitplan

Aufgrund des agilen Projektmanagements gibt es keinen fixen Zeitplan. Stattdessen werden hier die einzelnen Schritte fortlaufend aufgeführt – kursiv ist das, was in der Zukunft liegt. Der Zeitplan ist ambitioniert. Bitte beachten Sie jeweils auch die Informationen unter Aktuell (vgl. oben). Die zentralen Anspruchsgruppen werden so zeitnah wie möglich über gefällte Entscheide informiert.

  • Sept. 19: Erhebung bei allen drei Lernorten zu bestehenden Tools (Projektleitung)
  • Nov./Dez. 2019: Entscheid Erarbeitung digitale Umsetzungsinstrumente (SKBQ FaBe und Vorstand SAVOIRSOCIAL)
  • Feb. 20: Entscheid Projektorganisation (Vorstand SAVOIRSOCIAL)
  • Feb./März 20: Workshops bzgl. Projektvision und -aufgleisung (Begleitgruppe und Stakeholder)
  • März/April 20: Wahl Steuergruppe (Vorstand SAVOIRSOCIAL)
  • April/Mai 20: Aufbereitung Workshopergebnisse, Vergleich mit bekannten Tools (Begleitgruppe)
  • Mai 20: Gespräche mit Partnerorganisationen und Stakeholdern (Projektleitung)
  • Ende Mai 20: Priorisierung der Anwendungen, Aufteilung in 2 Teilprojekte (Steuergruppe)
  • Juni 20: Entscheid Offertstellung/Governance (Steuergruppe)
  • Juni 20: Gutheissung Aufteilung in 2 Teilprojekte (Vorstand SAVOIRSOCIAL)
  • Juli 20: Ausschreibung für Offerten
  • August 20: Gespräche mit 4 Offertstellern (Projektleitung)
  • August 20: Auswahl Anbieter (Steuerungsausschuss)
  • August 20: Auftragsvergabe an time2learn / Firma Swiss Learning Hub (Steuerungsausschuss)
  • seit Ende Sept. 20: Start Vorprojekt mit time2learn (Projektträgerschaft)
  • März 2021: Festlegung der Nutzungsgebühren (Jahreslizenzen) und Information an die Lehrbetriebe (Trägerorganisationen)
  • ab April 21: Testing der Plattform
  • Ab August 21: Nutzung der Ausbildungsplattform in den Lehrbetrieben (Teilprojekt A)

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Fränzi Zimmerli

Stand: März 2021

Entwicklung einer oder zwei Berufsprüfung/en für die Bereiche «Arbeitsagogik» und «Job Coaching» im Berufsfeld Arbeitsintegration

Aktuell:

Die Prüfungsordnung Arbeitsagoge*in mit eidg. Fachausweis ist seit dem 11. Januar in Kraft. Die Arbeiten für die Durchführung der ersten Berufsprüfungen sind im Gange. Personen, welche die Module für die höhere Fachprüfung Arbeitsagoge*in  an der Agogis oder Arpih abgeschlossen haben, werden direkt an die Abschlussprüfung zugelassen (vgl. Bestimmungen in den Wegleitungen). Alle relevanten Infos finden sich ab sofort bei den Berufsinformationen, Arbeitsagoge*in mit eidg. Fachausweis.

Gegen die Prüfungsordnung Job Coach*in mit eidg. Fachausweis sind bei der Ausschreibung im Bundesblatt zwei Einsprachen eingegangen. Infolgedessen verzögert sich die Inkraftsetzung. Die Berufsprüfung Job Coach*in wird voraussichtlich Anfang 2022 ausgeschrieben und im Oktober 2022 zum ersten Mal durchgeführt. Personen, welche die Kurse im Bereich Supported Employment / Job Coaching an der Agogis oder Arpih abgeschlossen haben, werden direkt an die Abschlussprüfung zugelassen (vgl. Bestimmungen in den Wegleitungen).

Versionen vom 12. Oktober (Publikation im Bundesblatt):

Das SBFI hat die Erarbeitung der Prüfungsordnungen und Wegleitungen finanziell unterstützt.

Folgende Organisationen übernehmen die Trägerschaft für die zukünftigen Berufsprüfungen: SAVOIRSOCIAL, INSOS Schweiz, Arbeitsintegration Schweiz, Verband Arbeitsagogik Schweiz, Supported Employment Schweiz, Agogis und Arpih. Sie haben sich zum Trägerverein für die Berufsprüfungen Arbeitsagogik und Job Coaching zusammengeschlossen.

Ausgangslage:

Auf der Grundlage des Projekts Berufsfeld- und Bedarfsanalyse im Bereich Arbeitsintegration hat SAVOIRSOCIAL die Arbeiten für das Nachfolgeprojekt «Entwicklung einer oder zwei Berufsprüfung/en für die Bereiche «Arbeitsagogik» und «Job Coaching» im Berufsfeld Arbeitsintegration» aufgenommen.

Projektorganisation
Die Projektorganisation sieht eine Fach- sowie eine Steuergruppe vor. Diese Organisation gewährleistet den Praxisbezug sowie breit abgestützte Ergebnisse. Die Mitglieder der Fachgruppe sorgen dafür, dass die Projektergebnisse praxisorientiert ausgestaltet sind und sich harmonisch ins bereits bestehende Bildungssystem einfügen. Die Mitglieder der Steuergruppe beurteilen die Projektergebnisse aus Verbandsperspektive und sorgen damit für breit abgestützte Ergebnisse in den im Berufsfeld zahlreichen Organisationen der Arbeitswelt.
In einem ersten Schritt werden die im Rahmen des Vorprojekts erstellten Qualifikationsprofile «Arbeitsagogik» und «Job-Coaching» auf Stufe Berufsprüfung unter fachlicher Begleitung der Firma Ectaveo bereinigt. Dabei wird auf eine klare Abgrenzung gegenüber bestehenden Berufsbildungsabschlüssen (sozialpädagogische*r Werkstattleiter*in und Ausbildungen im Beratungsbereich) geachtet.
In einem zweiten Schritt werden die Prüfungsordnung/en und Wegleitung/en für die neu geschaffene/n Berufsprüfung/en erarbeitet. Diese werden anschliessend bei allen Mitgliederorganisationen von SAVOIRSOCIAL und ausgewählten Partnerorganisationen in die brancheninterne Anhörung gegeben. Nach der brancheninternen Anhörung werden die Unterlagen dem SBFI zur Genehmigung eingereicht.

Projektziele und Zeitplan
Phase 1 Bereinigung und Verabschiedung der Qualifikationsprofile: März 2018- Dezember 2018

  • Es liegen zwei Qualifikationsprofile auf Stufe Berufsprüfung vor, welche gegenüber bestehenden Abschlüssen in Bezug auf die Kompetenzen und die Titel klar abgegrenzt sind.
  • Der Entscheid für eine Berufsprüfung mit zwei Fachrichtungen oder zwei separate Berufsprüfungen ist gefällt.
  • Es liegen Anerkennungsempfehlungen für Personen vor, die Vorbereitungskurse für die HFP Arbeitsagogik erfolgreich besucht, aber die Prüfung nicht abgelegt haben.
  • Die Trägerschaftsfrage der zukünftigen Berufsbildungsangebote ist geklärt.

Phase 2: Erarbeitung einer resp. zwei Prüfungsordnung/en und Wegleitung/en: Januar 2019-Dezember 2019

  • Es liegen zwei Prüfungsordnungen und Wegleitungen vor, die den Bedürfnissen der Branche entsprechen und dem SBFI zur Genehmigung eingereicht werden können.

Hier findet sich der detaillierte Zeitplan.

Projektdauer: Januar 2018 bis Sommer 2020

Externe Projektleitung: Ectaveo, Zürich

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Stephanie Zemp

Stand: Januar 2021

Movetia: Austauschprogramm FaBe

Aktuell

Der Vorstand von SAVOIRSOCIAL hat der Projektlancierung zugestimmt. Als nächster Schritt wird bei Movetia ein Finanzierungsgesuch für die Analysephase eingereicht.

Ausgangslage

SAVOIRSOCIAL wurde von Movetia angefragt, ob sie ein Austauschprogramm für den Beruf Fachmann*frau Betreuung lancieren möchte. Movetia ist die nationale Agentur zur Förderung von Austausch und Mobilität im Bildungssystem. Sie wird getragen von Bund und Kantonen (SBFI, Bundesamt für Kultur BAK, Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren EDK). Sie unterhält Mobilitätsprogramme, die Lernenden resp. frisch Ausgebildeten und/oder Berufsbildner*innen einen Einblick in den Arbeitsalltag ihres Berufes in einem anderen Land ermöglicht. Die einzelnen Programme werden von eigenen Projektträgerschaften geführt und können in Bezug auf Aufenthaltsdauer, Ort, Zielgruppe etc. unterschiedlich ausgestaltet werden. Während des Austausches leben die Teilnehmenden in einer Unterkunft (z.B. Gastfamilie). Sie arbeiten in einem Betrieb mit oder sind dort (teilnehmende) Beobachter*innen. Die Ziele des Austausches sind, dass die Teilnehmenden an den Programmen ihre sozialen, (inter-)kulturellen und ggf. sprachlichen Kompetenzen erweitern können. Dies kann u.a. das Verständnis für kulturelle Unterschiede fördern. Gleichzeitig erhalten sie eine zusätzliche fachliche Perspektive (z.B. Einblick in andere Betreuungskonzepte, Inputs für die eigene Arbeit zu Hause). Damit kann nicht zuletzt die Attraktivität der Ausbildung respektive die Attraktivität der Tätigkeit als Berufsbildner*in gesteigert werden.

Projektziele

SAVOIRSOCIAL klärt ab, ob und in welcher Form ein Austausch-/Mobilitätsprogramm für den Beruf Fachmann*frau Betreuung geschaffen werden kann. Dabei werden verschiedene Angebotsvarianten in Bezug auf die Zielgruppe, den Zeitpunkt, die Dauer und die Zielländer geprüft. Aufgrund der Abklärungen wird ggf. ein Programm ausgearbeitet und umgesetzt.

Projektorganisation und Zeitplan

Der Vorstand von SAVOIRSOCIAL fungiert als Steuergruppe, die Geschäftsstelle hat die Projektleitung inne und Movetia bietet Projektberatung und -unterstützung.

Das Projekt wird in verschiedene Phasen gegliedert:

  1. Analysephase: Bedarfsabklärung, Einholen von Erfahrungsberichten aus bestehenden Projekten, Aufbau Netzwerk im Ausland (Sept. 2020 bis Mitte 2021)
  2. Erarbeitungsphase: Ausarbeitung für ein Mobilitätsprogramm aufgrund der Resultate der Analysephase, Antrag zuhanden des Vorstandes von SAVOIRSOCIAL (ab Frühling 2021 bis Ende 2021)
  3. Umsetzungsphase: Beginn des Mobilitätsprogramms (ab Juni 2022)
  4. Evaluation: Nach der ersten Durchführung werden die Erfahrungen evaluiert (ab ca. 2022)

Projektdauer: Sommer 2020 bis Juni 2022 ff.

Projektleitung: Katrin Fuhrer-Rosatti und Stephanie Zemp

Stand: September 2020

Berufsfeldanalyse Aktivierungstherapie/Alltagsgestaltung

Aktuell:
Das Projekt Berufsfeldanalyse zu Aus- und Weiterbildungen im Arbeitsfeld Aktivierung wird strategisch von SAVOIRSOCIAL und OdASanté geführt. Für die operative Umsetzung ist eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die die folgenden Verbände repräsentieren: OdASanté, SAVOIRSOCIAL, CURAVIVA, SVAT (Schweizerischer Verband der Aktivierungsfachfrauen/-männer) und BGS (Verband Bildungszentren Gesundheit Schweiz). Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Büro BASS. Im Jahr 2020 wird eine umfassende Analyse des Berufsfeldes Alltagsgestaltung – Aktivierungstherapie durchgeführt. Ziel der Analyse ist, die heute notwendigen sowie die zukünftigen arbeitsmarktrelevanten Kompetenzen zu erfassen und Empfehlungen für die Weiterentwicklung des Berufsfeldes abzuleiten. In einem ersten Schritt werden Dokumente, Literatur und Daten analysiert. Anschliessend werden zwei Online-Umfragen mit Fachpersonen und zwei Workshops mit einer Begleitgruppe durchgeführt. Die Resultate werden durch die Arbeitsgruppe begutachtet und durch die Vorstände von SAVOIRSOCIAL und OdASanté verabschiedet.

Projektbeschrieb und -organisation:
Das Projekt besteht aus einer ausführlichen Berufsfeldanalyse im Bereich Aktivierungstherapie/Alltagsgestaltung. Seit Januar 2016 bearbeiten OdASanté und SAVOIRSOCIAL die Schnittstelle zwischen dem Gesundheits- und Sozialbereich. Dabei wurden verschiedene Abschlüsse und Berufsfelder diskutiert, u.a. dasjenige Aktivierungstherapie/Alltagsgestaltung. 2018 hat in Bern ein Treffen mit Vertretungen von OdASanté, SAVOIRSOCIAL, Curaviva und dem Schweizerischen Verband der Aktivierungsfachfrauen und -männer SVAT stattgefunden. Anlässlich dieser Sitzung wurde die Situation im Berufsfeld Aktivierungstherapie/Alltagsgestaltung sowie das Anliegen diskutiert, vor der Überprüfung und Revision des Rahmenlehrplanes für den Bildungsgang Aktivierung HF, eine Berufsfeldanalyse zu machen.

Der Vorstand von SAVOIRSOCIAL hat an seiner Sitzung im April 2018 beschlossen, dass er sich an einer solchen Berufsfeldanalyse beteiligt. Der Vorstand OdASanté hat am 28. Juni 2018 beschlossen, das Projekt im Grundsatz zu unterstützen. Curaviva ist Mitglied bei OdASanté und bei SAVOIRSOCIAL, der SVAT ist Mitglied bei OdASanté.

Ausgangslage
Das Berufsfeld der Aktivierungstherapie/Alltagsgestaltung ist sehr breit. Fachpersonen in diesem Berufsfeld arbeiten in den diversen stationären und ambulanten Einrichtungen und Organisationen des Gesundheitswesens.

Der Rahmenlehrplan Aktivierung HF wurde im August 2008 in Kraft gesetzt. 2015 erfolgten erste Anpassungen im Rahmen einer kleinen Revision.
Gemäss den neuen Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen HF von 2017 müssen für alle Rahmenlehrpläne bis spätestens Ende 2022 Anträge um Neugenehmigung beim SBFI eingereicht werden.

Projektziele

  • Das Berufsfeld Alltagsgestaltung / Aktivierungstherapie ist bezüglich Weiterentwicklung von bestehenden und bezüglich Entwicklung allfälliger zukünftiger Abschlüsse analysiert.
  • Die aktuell notwendigen und die zukünftigen arbeitsmarktrelevanten Kompetenzen der Alltagsgestaltung / Aktivierungstherapie sind beschrieben und erfassen sowohl die Deutschschweiz wie auch die lateinische Schweiz.
  • Es ist beschrieben, welche Kompetenzen auf welchen Qualifikationsstufen ausgebildet werden (Ist-Situation) und in Zukunft ausgebildet werden sollten (Soll-Situation).
  • Eine Delta-Analyse zu den Kompetenzen der aktuellen Abschlüsse in den Bereichen Alltagsgestaltung und Aktivierungstherapie liegt vor. Veränderungen bei den Kompetenzen im Berufsfeld werden auf die Bildungsverordnungen und die Bildungspläne der beruflichen Grundbildungen Assistent*in Gesundheit und Soziales EBA, Fachperson Betreuung EFZ und Fachperson Gesundheit EFZ, auf die Rahmenlehrpläne Aktivierung HF, Pflege HF und Gemeindeanimation HF sowie – soweit als möglich – auf die Curricula der Bachelorausbildungen übertragen, um ein allfälliges Delta abzudecken.
  • Die Berufsfeldanalyse zeigt Anschluss-Karrieremöglichkeiten auf, sowie Zulassungsbedingungen und Anrechenbarkeit von Kompetenzen anderer Profile (Stimmigkeit der Bildungssystematik / Durchlässigkeit).
  • Ein Schlussbericht fasst die Resultate der Berufsfeldanalyse zusammen und gibt Empfehlungen hinsichtlich der Weiterentwicklung des Berufsfeldes (Teilrevision, Totalrevision, alternative Abschlüsse).

Projektdauer: 2019- 2021

Projektleitung: Riccardo Mero, OdA Santé / Büro BASS, externe pädagogische Begleitung

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Fränzi Zimmerli und Ursula Zweifel

aktualisiert: Februar 2020