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Abgeschlossene Projekte

Hier finden sich Informationen zu ausgewählten, bereits abgeschlossenen Projekten von SAVOIRSOCIAL.

Laufbahnstudie

Studie zu den Ausbildungs- und Erwerbsverläufen von verschiedenen Berufsgruppen in ausgewählten Berufsfeldern des Sozialbereichs sowie von Berufsabgewanderten (Laufbahnstudie)

Aktuell:

Eineinhalb Jahre nach Abschluss ihrer Ausbildung hat das EHB im Auftrag von SAVOIRSOCIAL ehemalige Lernende EFZ und Studierende HF im Sozialbereich ein zweites Mal befragt. Der Bericht zeigt unter anderem auf, wie sie ihre aktuelle Situation beurteilen, welche Zukunftspläne sie haben und wie zufrieden sie rückblickend mit ihrer Ausbildung sind.

Ausgangslage
Bis heute fehlen zuverlässige Angaben darüber, welche Faktoren den Einstieg und Verbleib in der Branche sowie den Ausstieg aus sozialen Berufen beeinflussen. Deshalb hat SAVOIRSOCIAL 2016 das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB, Zollikofen, mit einer Laufbahnstudie beauftragt. Ziel der Studie ist es, vertieftes Steuerungswissen über die Ausbildungs- und Erwerbsverläufe von einzelnen Berufsgruppen der Sozialen Arbeit inklusive Quereinsteigenden sowie von Berufsabgewanderten zu gewinnen.

SAVOIRSOCIAL hat sich die regelmässige Beobachtung des Arbeits- und Bildungsmarktes im Sozialbereich zum Ziel gesetzt. Dies, nachdem eine Studie zur «Fachkräftesituation im Sozialbereich» 2011 erste Hinweise auf einen Fachkräftemangel in der Branche lieferte: Um den Fachkräfte- und Bildungsbedarf bis 2024 für bestimmte soziale Berufe in den Arbeitsfeldern «Unterstützung von Kindern und Jugendlichen», «Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigungen» und «Betreuung von Menschen im Alter» abzuschätzen, gab SAVOIRSOCIAL 2015 beim Institut für Wirtschaftsfragen, Basel, eine Vertiefungsstudie in Auftrag. Im Rahmen dieser Studie wurden u.a. mehrere Tausend Institutionen – also die Arbeitgeberseite – zum Fachkräfte- und Bildungsbedarf für 15 soziale Berufe in den oben erwähnten drei Arbeitsfeldern befragt. Die Studie zeigte auf, dass in den drei Arbeitsfeldern bis ins Jahr 2024 rund 45’000 bis 59’000 zusätzliche Fachpersonen benötigt werden. Bis 2024 müssen mehrere Tausend zusätzliche Ausbildungsplätze für soziale Berufe geschaffen werden, damit der qualifizierte Berufsnachwuchs und die Qualität der Angebote gesichert bleiben. Die Studie konnte zudem nachweisen, dass die Abwanderungsquote aus sozialen Berufen überdurchschnittlich hoch ist.

Vorgehen
Die Laufbahnstudie ist in drei Teilprojekte gegliedert, die zwischen August 2016 und September 2019 durchgeführt werden:

  • Erste Welle der Längsschnittbefragung von Lernenden Fachmann*frau Betreuung EFZ und der Studierenden von Bildungsgängen Kindererziehung HF, Sozialpädagogik HF und Sozialpädagogische Werkstattleitung HF im letzten Ausbildungsjahr (durchgeführt von September bis Dezember 2016)
  • Online-Befragung von Arbeitnehmer*innen, die in den Arbeitsfeldern der gesetzlichen Sozialarbeit, der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, der Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigung und der Betreuung von Menschen im Alter einen sozialen Beruf ausüben (März bis Juli 2017)
  • Quantitative und qualitative Befragung von Berufsabgewanderten (März 2017 bis Januar 2018)
  • Zweite Welle der Längsschnittbefragung der Fachpersonen Betreuung EFZ und diplomierten Kindererzieher*innen HF, diplomierten Sozialpädagogischen Werkstattleiter*innen HF sowie von diplomierten Sozialpädagog*innen HF eineinhalb Jahre nach Abschluss ihrer Berufsausbildung (Dezember 2018 – März 2019)

Dokumente:

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Katrin Fuhrer-Rosatti

Stand: Oktober 2019

Projekt Berufsfeld- und Bedarfsanalyse zweijährige berufliche Grundbildung für den Kinderbereich

Aktuell:

Der Vorstand von SAVOIRSOCIAL hat sich gegen die Einführung einer Attestausbildung im Kinderbereich ausgesprochen. Im folgenden Dokument sind die Gründe dafür dargelegt:

Dieser Entscheid wurde aufgrund des Vorprojekts (vgl. unten) sowie aufgrund von weiteren Abklärungen (Umfrage bei den kantonalen Bewilligungsbehörden, Austausch mit der OdA Hauswirtschaft) getroffen.

Vorprojekt:

Im Rahmen einer Vorabklärung hat die Firma KEK-CDC Consultants eine Kontextanalyse, 15 Interviews mit Schlüsselpersonen sowie vier sprachregionale Workshops durchgeführt. Dabei ist sie der Frage nachgegangen, ob ein Tätigkeitsprofil EBA im Kinderbereich möglich ist. Ebenso wurden erste Hinweise auf die möglichen Ausbildungs- und Arbeitsmarktperspektiven von Lernenden bzw. entsprechend qualifizierten Berufsleuten generiert und Fragestellungen zur Regulierung bzw. Finanzierung aufgenommen.

Aufgrund der Ergebnisse der Vorabklärung hat sich der Vorstand von SAVOIRSOCIAL gegen die unmittelbare Fortführung des Projektes ausgesprochen.

Projektbeschrieb:
Auf Antrag verschiedener Seiten und im Kontext der bevorstehenden Revision des EBA Assistent*in Gesundheit und Soziales hat der Vorstand von SAVOIRSOCIAL im Februar 2016 eine ergebnisoffene Abklärung zur Einführung einer zweijährigen beruflichen Grundbildung für den Kinderbereich beschlossen.

Ausgangslage:
2006 und 2007 wurde erstmals geprüft, ob eine zweijährige berufliche Grundbildung für den Kinderbereich eingeführt werden soll. Aufgrund der Projektergebnisse und der darauffolgenden ablehnenden Stellungnahmen der Vertretungen des Kinderbereichs entschied sich der damalige Vorstand von SAVOIRSOCIAL im April 2008 gegen die Entwicklung einer Ausbildung auf Stufe Eidgenössisches Berufsattest (EBA) für den Kinderbereich.

SAVOIRSOCIAL und OdA Santé entwickelten deshalb die zweijährige berufliche Grundbildung Assistent*in Gesundheit und Soziales entsprechend dem Bedarf von Spitälern, Alters- und Pflegeheimen, Spitex-Organisationen und Institutionen für Menschen mit einer Beeinträchtigung. Ab 2010 erfolgte die schrittweise Einführung dieser Attestausbildung in allen Kantonen mit grossem Erfolg. Die Lernendenzahlen nehmen von Jahr zu Jahr zu: Sind im Jahr 2011 schweizweit 248 Lehrverträge in diesem Beruf abgeschlossen worden, waren es 2015 bereits 950 neue Lehrverhältnisse.

Seit 2010 haben sich immer wieder einzelnen Trägerschaften von Kindertagessstätten und Einrichtungen der schulergänzenden Kinderbetreuung mit der Bitte an SAVOIRSOCIAL und kibesuisse gewendet, auch für den Kinderbereich eine Attest-Ausbildung einzuführen, so zuletzt im Herbst 2015.

Der Vorstand hat nun – in Absprache mit dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI und der Schweizerischen Berufsbildungsämterkonferenz SBBK für das Abklärungsprojekt Ziele und Vorgehen wie folgt definiert:

Projektziele:
Eine versorgungs- und arbeitsmarktpolitischen Analyse ist erstellt.

  • Eine Untersuchung und Einschätzung des Ausbildungsmarktes liegt vor.
  • Im Falle eines ausgewiesenen Bedarfs sind ein Berufsbild und Tätigkeitsprofil unter Berücksichtigung der bereits bestehenden zwei- und dreijährigen beruflichen Grundbildungen entwickelt.
  • Im Falle eines ausgewiesenen Bedarfs liegt eine Empfehlung vor, wie das Verhältnis zur bereits bestehenden zweijährigen beruflichen Grundbildung Assistent*in Gesundheit und Soziales gestaltet werden soll.
  • Im Sinne einer Gesamtschau sind mögliche Konsequenzen einer allfälligen Einführung einer zweijährigen Attest-Ausbildung im Kinderbereich sowie eines allfälligen Verzichts auf die Einführung dargestellt.

Projektdauer: Juli 2016 bis August 2017

Externe Projektleitung: Das Projekt wurde von der Firma KEK-CDC Consultants durchgeführt.

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Katrin Fuhrer

Stand: Oktober 2019

Fünf-Jahresüberprüfung Assistent*in Gesundheit und Soziales

Aktuell:

Die Vorstände von SAVOIRSOCIAL und OdA Santé haben den Überprüfungsbericht zur Bildungsverordnung und zum Bildungsplan Assistent*in Gesundheit und Soziales EBA verabschiedet. Dieser empfiehlt, die Bildungserlasse unverändert zu lassen. Damit folgten die Vorstände der Empfehlung der SKBQ AGS. Eine vorgängige Umfrage bei den drei Lernorten sowie eine Anhörung bei den Mitgliedern der Co-Trägerorganisationen SAVOIRSOCIAL und OdA Santé haben gezeigt, dass die Zufriedenheit mit der heutigen Ausbildung gross ist. Auf Ebene der Umsetzungsdokumente werden hingegen einige Optimierungen geprüft.

Damit ist die 5-Jahres-Überprüfung abgeschlossen. Um das Profil als eigenständigen Beruf zu stärken wurde eine Arbeitsgruppe Kommunikationsinstrumente gegründet, bestehend aus Delegierten der SKBQ AGS.

Projektverlauf

Die Bildungsgrundlagen sind in der Befragung in allen Punkten auf deutliche Zustimmung gestossen. Dies erlaubt nach Ansicht der SKBQ AGS und der Vorstände der Trägerorganisationen, auf der gegebenen Basis weitere Erfahrungen mit der noch jungen Ausbildung zu sammeln und so allfälligen späteren Veränderungsbedarf vertiefter abzustützen.

Die Rückmeldungen aus der Befragung wie auch der daraus abgeleitete Handlungsbedarf sind in einem Auswertungsbericht zusammengefasst. Die SKBQ AGS konstatiert lediglich geringfügigen Handlungsbedarf: So gilt es, die Wegleitung zum Qualifikationsverfahren zu prüfen sowie die Hilfsmittel für die Durchführung der Kompetenznachweise Praxis und die Instrumente zum Dokumentieren des Ausbildungsverlaufs zu optimieren.

Ausserdem schlägt die SKBQ AGS ergänzende Massnahmen vor, nämlich:

  • Verstärkte PR für den Beruf Assistent*in Gesundheit und Soziales. Hier geht es primär um die Klärung seiner Wertigkeit und seiner Abgrenzung gegenüber den Pflegehelferkursen des SRK.
  • Förderung der Zielgruppe Erwachsene durch die Schaffung eigener Klassen für Erwachsene oder durch die Prüfung finanzieller Anreize.

Im Rahmen der 5-Jahres-Überprüfung haben auch das SBFI und die SBBK einen Bericht verfasst. Die darin enthaltenen Prüfpunkte sind von der SKBQ diskutiert und im Auswertungsbericht gewürdigt worden.

In einem nächsten Schritt haben die Mitglieder von SAVOIRSOCIAL und OdASanté auf der Basis des Auswertungsberichts die Richtigkeit und Vollständigkeit des durch die SKBQ AGS festgestellten Handlungsbedarfs beurteilt. Die Anhörung dauerte von Januar bis März 2019.

Unter Berücksichtigung der Stellungnahmen der Mitgliederverbände überprüfte die SKBQ AGS im Frühjahr 2019 ihre Empfehlungen zum Handlungsbedarf. Sie verabschiedete anschliessend den Überprüfungsbericht.

Befragung der drei Lernorte und der Chefexperten*innen

Am 31. Mai 2018 hat die Befragung zur 5-Jahres-Überprüfung für den Beruf Assistent*in Gesundheit und Soziales (AGS) mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) geendet. Es lagen insgesamt 190 Rückmeldungen zu den aktuellen Ausbildungsgrundlagen vor. Mit dieser Befragung hat die Trägerschaft – OdASanté und SAVOIRSOCIAL – die Erfahrungen und Bedürfnisse aus der Umsetzung der Bildungserlasse an den drei Lernorten erfasst.

In enger Zusammenarbeit mit den kantonalen Organisationen der Arbeitswelt war eine genau definierte Anzahl von zu befragenden Personen an den drei Lernorten Betrieb, Berufsfachschulen und überbetriebliche Kurse (üK) mit einem Online-Fragebogen bedient worden.

Ausgangslage:
Seit dem ersten Januar 2012 sind die Bildungsverordnung und der Bildungsplan des Berufs Assistent*in Gesundheit und Soziales EBA in Kraft. Im Rahmen ihrer gesetzlich festgelegten Aufgaben hat die SKBQ AGS die vorgeschriebene Fünf-Jahres-Überprüfung der Bildungsgrundlagen in Angriff genommen.

Ziele:
Das Projekt hat zum Ziel, die Bildungsverordnung sowie den Bildungsplan Assistent*in Gesundheit und Soziales zu überprüfen und ggf. an die aktuellen Entwicklungen im Berufsfeld anzupassen.

Ablauf:
In einem ersten Schritt wurden die Erfahrungen und Bedürfnisse der drei Lernorten mittels einer Umfrage eruiert. Der daraus erarbeitete Auswertungsbericht enthält Empfehlungen zum Handlungsbedarf. In einem zweiten Schritt haben die Mitglieder von SAVOIRSOCIAL und OdASanté die Möglichkeit, eine Stellungnahme einzureichen. Aufgrund der Ergebnisse erstellte die Projektleitung einen Überprüfungsbericht, der von der SKBQ verabschiedet wurde. Anschliessend wird er den Vorständen der Trägerschaftsorganisationen zur Genehmigung vorgelegt. Falls ein (Teil-)Revisionsbedarf festgestellt wird, folgt der Antrag auf ein Vor-Ticket beim SBFI.

Organisation:
Verantwortlich für das Projekt ist die Trägerschaft des Berufs: SAVOIRSOCIAL und OdASanté. Die Leitung liegt bei OdASanté (Katrin Arnold). Projektverantwortliche bei SAVOIRSOCIAL ist Katrin Fuhrer.

Zeitplan:

  • Verabschiedung Auswertungsbericht durch SKBQ: November 2018
  • Stellungnahmen der Mitglieder: Januar/Februar/März 2019
  • Verabschiedung Überprüfungsbericht durch SKQB und Vorstände: Mai 2019
  • Erteilung des Vortickets: Oktober 2019

Veranstaltung zur Aus- und Weiterbildung in der Frühen Förderung

Am 21. Januar 2020 organisierte SAVOIRSOCIAL gemeinsam mit dem Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Zürich und kibesuisse eine Veranstaltung zum Thema Aus- und Weiterbildung im Bereich der Frühen Förderung in Zürich (Rämistrasse 71, Raum KOL-E-18). Im Zentrum standen zwei Studien, die präsentiert und diskutiert wurden.  Die Veranstaltung richtete sich an Behörden im Kinderbereich sowie an weitere Interessierte.

Präsentation der Studien
Fränzi Zimmerli, Geschäftsleiterin von SAVOIRSOCIAL, erläuterte die Resultate der Studie zum Qualifikationsbedarf in der Frühen Förderung und Sprachförderung auf. Sie zeigte Strategien und Massnahmen auf, wie die Kompetenzlücken von Fachpersonen im Bereich der Frühen Förderung gedeckt werden könnten. Michael Geiss, Leiter der Forschungsstelle Bildung im Arbeitsleben an der Universität Zürich und seine Mitarbeiterin Manuela Walliman präsentierten eine Studie, die zum Ziel hat, die Struktur des Weiterbildungsangebots mit den Bedürfnissen der pädagogischen Betreuungs- und Fachpersonen und Institutionen abzugleichen sowie mögliche Angebotslücken oder Überschneidungen herauszuarbeiten.
Im Anschluss an die Präsentationen blieb Zeit für Fragen und Diskussionen.

Hintergrund
An Angebote im Frühbereich werden derzeit sehr hohe Erwartungen gestellt: Frühe Förderung soll dazu beitragen, dass der Start in die Bildungslaufbahn gelingt und junge Menschen ihr späteres Leben erfolgreich bewältigen, dass soziale Benachteiligungen reduziert werden und die gesellschaftliche Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft gelingt. Der Begriff der Frühen Förderung zeigt an, dass es im Frühbereich nicht allein um die Kinderbetreuung zur Entlastung der Eltern geht. Vielmehr besteht zunehmend die Erwartung, dass die Fach- und Betreuungspersonen Kinder in ihrer frühen Entwicklung unterstützen und die Eltern in ihrer Rolle stärken. Die Studie von SAVOIRSOCIAL fragte danach, wie gut die Fach- und Betreuungspersonen auf diese Aufgaben vorbereitet sind und in welchem Ausmass ein Qualifikationsbedarf besteht.
In eine ähnliche Richtung zielt die Studie, welche die Uni Zürich durchführt: Vor dem Hintergrund der gesteigerten Erwartungen ist es kaum erstaunlich, dass in der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung zunehmend eine ständige Weiterqualifikation erwartet wird. Branchenverbände, Berufsfachschulen, höhere Fachschulen und private Träger bieten eine ganze Palette an Kursen und strukturierten Weiterbildungsprogrammen an. Diese unterscheiden sich stark in Themen, Kosten, Zeitaufwand, Zertifizierung und Unterrichtsform. Über das Gesamtangebot gibt es für die Schweiz bisher keinen Überblick. Offen ist auch, inwiefern die Angebote zu den Bedürfnissen im Feld passen. Die Forschungsstelle Bildung im Arbeitsleben der Universität Zürich führt im Rahmen des Projekts «Die Weiterbildung im Bereich der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung in der Schweiz: Angebote und Bedürfnisse» eine Studie durch mit dem Ziel, das Angebot an Aus- und Weiterbildungen in der frühkindlichen Bildung und Entwicklung sowie die Bedürfnisse im Berufsfeld genauer zu analysieren und miteinander zu vergleichen.

Projektverantwortliche bei SAVOIRSOCIAL: Ursula Zweifel

Revision Berufsprüfung Migrationsfachperson

Aktuell:
Die Revision ist abgeschlossen. Die neuen Bildungserlasse treten per Anfang 2021 in Kraft.

Die Trägerschaft der revidierten Berufsprüfung ist breit aufgestellt. Ihr gehören SAVOIRSOCIAL, migrationplus, Arbeitsintegration Schweiz, das Schweizerische Rote Kreuz SRK sowie Caritas Schweiz an.

Ausgangslage:

migrationplus und das Staatssekretariat für Migration (SEM) als bisherige Trägerorganisationen der Berufsprüfung «Migrationsfachmann*frau» haben im Herbst 2016 die Revision der Prüfungsordnung in die Wege geleitet.

Das Berufsfeld der Asyl- und Rückkehrhilfe und der Integrationsförderung hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen und sich inhaltlich zunehmend stärker auf das Thema Integration ausgerichtet. SAVOIRSOCIAL will sich deshalb stärker als bis anhin für diesen gesellschaftlich bedeutungsvollen sozialen Beruf engagieren. So hat SAVOIRSOCIAL im Frühling 2016 Interesse an einer Co-Trägerschaft signalisiert und arbeitet in der Begleit- und Fachgruppe des Revisionsprojekts mit.

Neben fachlichen und organisatorischen Gründen erfolgt die Revision auch aufgrund der periodischen Überprüfung der Bildungsgrundlagen: Die Berufsprüfung wurde 2009 erstmals durchgeführt, seither haben mehr als 250 Personen den eidgenössischen Fachausweis erhalten.

Ziele:
Das Projekt verfolgt das Ziel, die Inhalte der Ausbildung im Sinne eines Qualifikationsprofils an die neuen Gegebenheiten im Feld anzupassen. Wichtig ist ebenfalls, dass die Projektteilnehmenden ein gemeinsames Verständnis entwickeln, nach welchem Ansatz zentrale Themen vermittelt werden sollen.

Zeitplan:
Vorbereitende Phase bis April 2016:
Workshop mit Praxisvertreter*innen zur Erfassung der aktuellen Handlungsfelder und Tätigkeiten von Migrationsfachpersonen

1. Phase ab März 2016:
Erstellung des Qualifikationsprofils (Berufsbild, Tätigkeitsfelder, Tätigkeiten und Leistungskriterien)

2. Phase ab Juni 2017:
Erarbeitung der neuen Prüfungsordnung, Wegleitung zur Prüfungsordnung und Bildung einer neuen erweiterten Trägerschaft

3. Phase ab Oktober 2017:
Brancheninterne Anhörung zu den Qualifikationsprofilen sowie Prüfungsordnung und Wegleitung

4. Phase ab Januar 2018:
Genehmigung und Inkraftsetzung der neuen Prüfungsordnung durch das SBFI.

Die erste Prüfung nach neuer Prüfungsordnung wird voraussichtlich im Jahr 2021 stattfinden.

Projektleitung:
Die Projektleitung hat das SEM (Alexandra Clerc) inne. Für die Koordination ist die Firma «KEK-CDC Consultants» zuständig.

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Fränzi Zimmerli

Aktualisiert: Juli 2019

Abklärung des Qualifikationsbedarfs im Bereich Frühe Förderung und Sprachförderung

Aktuell:
Mit der Studie «Qualifikationsbedarf in der Frühen Förderung und Sprachförderung» wurde erstmals eine umfassende Situationsanalyse und Systematisierung der Arbeitsfelder der Frühen Förderung in der Schweiz erstellt. Damit stellt sie aus Sicht von SAVOIRSOCIAL eine wichtige Grundlage dar, um das Thema Qualifikation in der Frühen Förderung auf allen Bildungsstufen weiter zu entwickeln. Der Vorstand von SAVOIRSOCIAL hat die Studie im Sommer 2018 verabschiedet.

Die Ergebnisse zeigen einen Zusammenhang zwischen Qualifikationsniveau und Qualifikationsbedarf. Das heisst: je höher das fachspezifische Qualifikationsniveau, desto geringer sind die Kompetenzlücken. Die Autor*innen schliessen daraus, dass Kompetenzen in der frühen Förderung über eine tertiäre Fachausbildung erworben werden könnten.

Was heisst das für die Berufsbildung im Sozialbereich?

Für den Bereich der Berufsbildung, für den die Dachorganisation der Arbeitswelt Soziales zuständig ist, hat der Vorstand von SAVOIRSOCIAL vorerst zwei konkrete Handlungsfelder formuliert:

1. Stärkung HF Kindererziehung

Bei der «Stärkung HF Kindererziehung» geht es darum, grundsätzlich eine höhere fachliche Qualifikation sicherzustellen, indem mehr Fachmänner*frauen Betreuung eine höhere Fachschule (HF) für Kindererziehung absolvieren und die Betriebe diese Fachpersonen auch anstellen. Dabei liegt der Einflussbereich von SAVOIRSOCIAL hauptsächlich im Marketing, in der Revision von Bildungsgrundlagen (z.B. des Bildungsplans Fachmann*frau Betreuung oder des Rahmenlehrplans HF Kindererziehung) sowie in der politischen und strategischen Sensibilisierung der Mitglieder und Organisationen mit Entscheidungskompetenz in diesem Bereich.

2. Bedarfsklärung Qualifizierung in niederschwelligen Arbeitsfeldern

Bei der «Qualifizierung von Personen aus niederschwelligen Arbeitsfeldern» (Tagesfamilien, Spielgruppen, Pflegeeltern usw.) geht es einerseits um die Anrechnung von Bildungsleistungen und andererseits um die Frage, ob eine Berufsprüfung Frühe Förderung und/oder Sprachförderung für Personen, die ohne spezifischen Berufsabschluss in der Betreuung im Frühbereich tätig sind, gewünscht und machbar ist.

Anfang 2019 wird der Vorstand von SAVOIRSOCIAL weitere mögliche Handlungsfelder diskutieren und die Breite des Engagements sowie die konkreten Schwerpunkte festlegen.

Darüber hinaus lädt SAVOIRSOCIAL seine Mitglieder sowie alle weiteren Akteure der Frühen Förderung (z.B. die Anbieter von Ausbildungen im Tertiär A Bereich, Dach- und Fachorganisationen oder Berufsverbände einzelner Arbeitsfelder) ein, die Ergebnisse der Studie für ihre Bereiche und Arbeitsfelder zu nutzen und weiterzubearbeiten.

Ausgangslage für die Studie:

Der Vorstand von SAVOIRSOCIAL hat sich 2015 eingehend mit den Entwicklungen im Bereich der frühen Förderung der vergangenen Jahre auseinandergesetzt. In einem ersten Schritt verfasste die Geschäftsstelle ein Grundlagenpapier zum Thema. Dieses gab verschiedene Begriffsdefinitionen wieder und skizzierte die der frühen Förderung zugrunde liegenden Bildungskonzeptionen. Ebenso zeigte es die verschiedenen Aktivitäten von Bund und Kantonen in der frühen Förderung und die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen auf. Diese Akteure verknüpfen mit der frühen Förderung verschiedene bildungs-, integrations-, gesundheits- sowie arbeitsmarktpolitische Zielsetzungen und versprechen sich davon auch einen grossen volkswirtschaftlichen Nutzen. Weiter wurden darin auch die zahlreichen in die frühe Förderung involvierten Berufspersonen und -gruppen beschrieben und eine erste Übersicht über die bestehenden Weiterbildungsangebote für diese Berufsgruppen bzw. Projekte zur Stärkung der pädagogischen Qualität erstellt. Die Auslegeordnung ergab, dass es unklar ist, ob und in welchem Ausmasse die zahlreichen in die frühe Förderung involvierten Berufspersonen und -gruppen die fachlichen Anforderungen an sie auch tatsächlich erfüllen. Deshalb kam der Vorstand von SAVOIRSOCIAL zum Schluss, dass für eine Analyse zur Klärung des effektiven Qualifikationsbedarfs in der frühen Förderung und Sprachförderung ein entsprechendes Projekt durchgeführt werden soll. Im Februar 2016 erteilte der Vorstand von SAVOIRSOCIAL den Auftrag für das entsprechende Projekt der Firma BASS (Büro für arbeits- und sozialpolitische Studien) aus Bern.

Projektziele:
Mit dem Projekt werden folgende Ziele verfolgt:

  • (einleitende) Beschreibung des Arbeitsfeldes und der darin tätigen Berufsgruppen sowie Definition des Begriffs frühe Förderung
  • Beschreibung der aktuell vorhandenen Kompetenzen der in diesem Arbeitsfeld tätigen Berufspersonen, insbesondere der Elternbildner*innen, der (sozial)pädagogischen Familienbegleiter*innen, der Betreuungspersonen in Kindertagesstätten und Kinderheimen (v.a. der Fachpersonen Betreuung, Sozialpädagog*innen und Kindererzieher*innen HF), der Spielgruppenleiter*innen, der (Koordinator*innen von) Tages- und Pflegeeltern im Bereich frühe Förderung und Sprachförderung (IST-ZUSTAND)
  • Definition des Qualifikationsbedarfs im Bereich frühe Förderung und Sprachförderung bezogen auf die einzelnen Berufsgruppen (SOLL-ZUSTAND).
  • Beschreibung, wie ein allfälliger Qualifikationsbedarf sinnvollerweise gedeckt werden kann, beispielsweise über eine Anpassung bereits bestehender Bildungsgrundlagen (im Falle eidgenössisch reglementierter Berufe), in Form von Weiterbildungsangeboten (nicht formale Bildung) oder in Form zusätzlicher eidgenössisch reglementierter Berufsbildungsabschlüsse (formale Bildung) oder in Form des Einbezugs zusätzlichen Expertenwissens bzw. weiterer Fachpersonen in den einzelnen Institutionen.
  • Im Falle, dass ein Bedarf nach zusätzlichen Berufsbildungsabschlüssen festgestellt wird, sollen Empfehlungen für deren Entwicklung formuliert werden.

Methodisches Vorgehen:
Neben einer fundierten Literatur- und Dokumentenanalyse steht im Zentrum des Projekts eine Delphi-Umfrage bei 150 Expertinnen und Experten aus allen Bereichen der Frühen Förderung. Die Expert*innen werden zur Thematik des Projekts mittels Fragebogen befragt. Dieselben Personen validieren die Umfrageergebnisse in einem zweiten Schritt. Die Delphi-Methode eignet sich zur Einschätzung von zukünftigen Ereignissen und ist auf Konsens zwischen Expert*innen ausgelegt. Zur breiten Diskussion der Umfrageergebnisse und weiterer Projektschritte wird eine ebenfalls breit aufgestellte Begleitgruppe eingesetzt.

Projektdauer: März 2016 – März 2018

Einbezug interessierter Organisationen:
Bereits im Vorfeld zur Projektvergabe wurden verschiedene Fach- und Berufsverbände über das Projekt informiert. Diese Kreise werden in den kommenden Wochen erneut kontaktiert und für eine Mitarbeit als Teilnehmende der Delphi-Befragung und/oder in der Begleitgruppe angefragt.

Dokumente:

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Fränzi Zimmerli

Aktualisiert: November 2018

Fachkräftestudie

Vertiefungsstudie zum Fachkräfte- und Bildungsbedarf für soziale Berufe in ausgewählten Berufsfeldern des Sozialbereichs

Bis ins Jahr 2024 werden in den Arbeitsfeldern Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigungen und Betreuung von Menschen im Alter rund 45’000 bis 59’000 zusätzliche Fachpersonen benötigt. Dies zeigt die Studie „Fachkräfte- und Bildungsbedarf für soziale Berufe in ausgewählten Berufsfeldern des Sozialbereichs“ von SAVOIRSOCIAL. In den nächsten acht Jahren müssen mehrere Tausend zusätzliche Ausbildungsplätze für soziale Berufe geschaffen werden, damit der qualifizierte Berufsnachwuchs und die Qualität der Angebote gesichert bleiben.
Die sozialen Berufe verzeichneten in den letzten 20 Jahren ein überdurchschnittliches Beschäftigungswachstum von jährlich rund 5%. Allein in den drei Arbeitsfeldern Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigungen und Betreuung von Menschen im Alter üben heute rund 97’000 Personen einen sozialen Beruf aus. Unter den Beschäftigten finden sich überdurchschnittliche viele Frauen (Frauenanteil: 81%) und jüngere Personen (35% der Personen sind unter 30jährig) sowie relativ wenige Ausländer/innen (Ausländeranteil: 12%). Die Teilzeiterwerbsquote ist vergleichsweise hoch (64%), ebenso der Anteil von Beschäftigten ohne berufsspezifische Ausbildung (je nach Beruf bis zu 30%).

Zusätzlicher Fachkräftebedarf bis 2024
2015 hatte rund die Hälfte (47%) der befragten Betriebe mit Problemen bei der Personalrekrutierung zu kämpfen. Gemäss der Studie werden für die zwölf erfassten sozialen Berufe in den nächsten acht Jahren rund 45’000 bis 59’000 zusätzliche Fachkräfte benötigt. Diese Nachfrage wird zu einem grossen Teil mit den neuen inländischen Berufs- und Studienabgänger*innen gedeckt werden können. Gleichzeitig bleibt die Sozialbranche auf ausländische Fachkräfte angewiesen.

Erhöhter Ausbildungsbedarf
Ein erhöhter Ausbildungsbedarf besteht insbesondere bei den stark nachgefragten sozialen Berufen Assistent*in Gesundheit und Soziales, Fachmann*frau Betreuung, Sozialpädagoge*in und bei Führungspersonen. Bei gleichbleibender Qualifikationsstruktur müssen für diese sozialen Berufe in den drei Arbeitsfeldern bis 2024 rund 5’700 Personen zusätzlich ausgebildet werden.
Ein beträchtlicher Teil der Beschäftigten verfügt 2015 über keine berufsspezifische Ausbildung. Eine veränderte Qualifikationsstruktur, d.h. der Ersatz der unausgebildeten Beschäftigten durch ausgebildetes Personal, würde den zusätzlichen Ausbildungsbedarf auf insgesamt rund 15’100 Personen erhöhen.

Förderung der Ausbildung in sozialen Berufen
SAVOIRSOCIAL ruft deshalb die nationale und kantonale Politik dazu auf, für geeignete Rahmenbedingungen und genügend finanzielle Mittel zur Bereitstellung der notwendigen Ausbildungsplätze zu sorgen, damit der qualifizierte Berufsnachwuchs auch langfristig gesichert bleibt.

SAVOIRSOCIAL selbst wird folgende Massnahmen prioritär angehen:

Berufsabschluss für Erwachsene fördern
Den unausgebildeten Beschäftigten soll vermehrt die Möglichkeit geboten werden, einen Berufsabschluss nachzuholen. SAVOIRSOCIAL wird seine Berufsmarketingmassnahmen ausbauen und sich verstärkt für erwachsenengerechte Berufsbildungsangebote in den sozialen Berufen engagieren.

Einstieg in die beruflichen Grundbildungen erleichtern
Für Schulabgänger*innen ist es noch immer äusserst schwierig, direkt im Anschluss an die obligatorische Schule in eine berufliche Grundbildung als Fachmann*frau Betreuung einzusteigen. SAVOIRSOCIAL hat im Herbst 2016 einen nationalen Runden Tisch zum Abbau der Einstiegshürden einberufen.

Datenlage zu den Ausbildungs- und Berufsverläufen verbessern
Noch gibt es keine Erklärung dafür, warum die Berufsabwanderungsquote bei den sozialen Berufen höher ist als in anderen Berufen. SAVOIRSOCIAL hat deshalb das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB mit einer Studie zu den Ausbildungs- und Berufsverläufen der verschiedenen Berufsgruppen im Berufsfeld Soziales beauftragt.

Mehr Informationen dazu

Die Fachkräftestudie wurde von der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren SODK sowie vom Sekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI verdankenswerterweise finanziell unterstützt.

Dokumente:

Aktualisiert: Februar 2018

Stand an den SwissSkills 2018

Vom 12. bis 16. September 2018 haben sich die sozialen Berufe an den SwissSkills in Bern präsentiert. Der Auftritt war ein voller Erfolg. Rund 8500 Personen haben den Stand von SAVOIRSOCIAL besucht: Sie haben versucht, im interaktiven Quiz spielerisch herauszufinden, ob ein sozialer Beruf für sie in Frage kommt oder an der SocialHeroes-Fotobox ein Selfie gemacht. Kompetent beraten wurden sie von angehenden Fachmännern*frauen Betreuung sowie von den Mitarbeiterinnen von SAVOIRSOCIAL. Die Filmporträts gaben zudem einen direkten Einblick in den Alltag von Betreuungsberufen. Auch das Informationsmaterial wurde rege genutzt.

Hier ein paar Impressionen: Ziel Der Auftritt an den SwissSkills hatte zum Ziel, in Bezug auf die sozialen Berufe Wissen zu vermitteln sowie Interesse und positive Assoziationen zu wecken. Auch an unterhaltenden Elementen sollte es nicht fehlen.

Projektverantwortliche bei SAVOIRSOCIAL: Stephanie Zemp

Projekt Berufsfeld- und Bedarfsanalyse Arbeitsintegration

Wegweisender Entscheid betreffend Anpassung der Berufsbildungslandschaft im Berufsfeld Arbeitsintegration im Januar 2018

Die drei Vorstände von SAVOIRSOCIAL, des Schweizerischen Trägervereins höhere Fachprüfung Arbeitsagogik (HFP AA) und der Schweizerischen Plattform der Ausbildungen im Sozialbereich SPAS haben im Dezember 2017 grünes Licht zur Ausarbeitung eines neuen Berufsbildungsangebotes auf Stufe Berufsprüfung für die Bereiche «Arbeitsagogik» und «Job Coaching» gegeben. Sie sind damit den Empfehlungen der Projektgruppe und ihren Delegationen gefolgt.
Die Weiterarbeit an den zwei Qualifikationsprofilen «Arbeitsagogik» und «Job Coaching» wird zeigen, ob eine Berufsprüfung mit zwei Fachrichtungen oder zwei getrennte Berufsprüfungen geschaffen werden sollen. Dafür wurde ein Nachfolgeprojekt ins Leben gerufen.

Die Einführung dieses zusätzlichen Berufsbildungsangebots wird mittelfristig zur Auflösung der höheren Fachprüfung Arbeitsagogik führen. Der Bildungsgang HF könnte sich dabei als Alternative zur höheren Fachprüfung anbieten. Dieser wird in der Westschweiz seit Längerem mit grossem Erfolg durchgeführt. Der dazugehörige Rahmenlehrplan HF wird aktuell im Rahmen des Projektes «Grosse Revision der Rahmenlehrpläne HF im Sozialbereich» von SAVOIRSOCIAL und SPAS überarbeitet. Damit ist die Chance gegeben, diesen Rahmenlehrplan noch besser auf die Bedürfnisse der Deutschschweizer Institutionen im Berufsfeld Arbeitsintegration abzustimmen. Mit diesen Anpassungen wird für das Berufsfeld Arbeitsintegration mittelfristig eine schweizweit einheitliche Bildungssystematik möglich.

Planung zur Ausarbeitung der Prüfungsordnung und Wegleitung für das neue Berufsbildungsangebot wird umgehend aufgenommen
SAVOIRSOCIAL wird nun zusammen mit ECTAVEO die Planung der weiteren Arbeiten zur Ausarbeitung der Prüfungsordnung/en und Wegleitung/en für das neue Berufsbildungsangebot aufnehmen. Sobald Projektorganisation und -planung feststehen, wird SAVOIRSOCIAL auf ihrer Website über den weiteren Fahrplan informieren. Weitere brancheninterne Anhörungen zu der/den erwähnten Prüfungsordnung/en und Wegleitung/en sowie zu den revidierten Rahmenlehrplänen HF im Sozialbereich sind vorgesehen. Damit werden alle Mitglieder- und ausgewählte Partnerorganisationen ein weiteres Mal die Gelegenheit erhalten, zu den entsprechenden Bildungsgrundlagen vor deren Inkraftsetzung Stellung zu beziehen.

Bei der Erarbeitung des neuen Berufsbildungsangebotes gilt es, folgende Aspekte besonders zu berücksichtigen
Die Projektgruppe und Delegationen von SAVOIRSOCIAL, SPAS und HFP AA haben in ihren Empfehlungen zuhanden der drei Vorstände darauf hingewiesen, dass bei den anstehenden Arbeiten insbesondere folgende Punkte zu beachten sind:

  • Überarbeitung der beiden Qualifikationsprofile «Job Coaching» und «Arbeitsagogik» hinsichtlich ihrer Breite (Handlungskompetenzbereiche und Anzahl Arbeitssituationen) und Tiefe (Anforderungen innerhalb einer Arbeitssituation) auf Basis der inhaltlichen Rückmeldungen aus der Anhörung
  • Schaffung von zwei klar unterscheidbaren Qualifikationsprofilen
  • Abstimmung der zwei Qualifikationsprofile auf das Profil «sozialpädagogische Werkstattleitung HF» mit verstärkter Integration der Deutschschweiz in die Überarbeitung des entsprechenden Rahmenlehrplans
  • Diskussion einer möglichen Anerkennung der diplomierten Arbeitsagog*innen als diplomierte sozialpädagogische Werkstattleiter*innen HF (Gleichwertigkeit)
  • Überprüfung der in der brancheninternen Anhörung verwendeten Berufsbezeichnungen «Arbeitsagoge*in mit eidgenössischem Fachausweis» bzw. «Job Coach mit eidgenössischem Fachausweis», insbesondere mit Blick auf eine Abstimmung mit den aktuell existierenden Berufsbezeichnungen der höheren Fachprüfung Arbeitsagogik bzw. beim Bildungsgang sozialpädagogische Werkstattleitung HF.

Die Delegation weist zudem auf die grosse Bedeutung einer transparenten und zeitnahen Projektinformation und des Einbezugs der für die Berufsfelder Arbeitsagogik und Job Coaching wesentlichen Akteure hin. SAVOIRSOCIAL wird all diese Aspekte in die weiteren Arbeiten miteinbeziehen.

Vorgeschichte:

Die im Dezember 2017 von den drei Vorständen getroffenen Entscheide und die Empfehlungen von Projektgruppe und Delegationen basieren auf der Berufsfeld- und Bedarfsanalyse Arbeitsintegration der Jahre 2015 – 2017. Diese fand in drei Etappen statt:

1. Projektphase 2015: Abklärung Berufsprofil «Arbeitsintegration»:
2015 beauftragte der Schweizerische Trägerverein für die höhere Fachprüfung Arbeitsagogik die Firma Ectaveo, Zürich, in Zusammenarbeit mit Branchenvertretern die inhaltlichen Grundlagen zur Klärung der Frage nach einer möglichen Berufsprüfung „Arbeitsintegration“ zu erarbeiten. Auf Basis einer mit Praxisvertreter*innen aus dem Berufsfeld erstellten Tätigkeitsanalyse wurde ein Berufsprofil „Arbeitsintegration“ erstellt. Dabei zeigte sich, dass ein solches Berufsprofil Überschneidungen mit der bereits bestehenden höheren Fachprüfung Arbeitsagogik aufweist.

2. Projektphase 2016: Abklärung Berufsprofil «Job Coaching»:
2016 mandatierte SAVOIRSOCIAL – nach entsprechenden Entscheiden der oben erwähnten drei Organisationen – die Firma Ectaveo damit zu prüfen, ob sich für den Bereich «Job Coaching» ebenfalls ein Berufsprofil erarbeiten lässt. Anhand desselben methodischen Vorgehens wurde ein Berufsprofil «Job Coaching» entwickelt. Dieses Berufsprofil zeigt gewisse inhaltliche Überlappungen mit dem oben aufgeführten Berufsprofil «Arbeitsintegration» auf. Zudem zeigte sich, dass die Bezeichnung des Berufsprofils «Arbeitsintegration» unpassend ist und präziser mit dem Begriff der «Arbeitsagogik» gefasst werden kann.

3. Projektphase 2016 – Ende 2017: Bedarfsabklärung, Durchführung und Auswertung brancheninterne Anhörung

Im November 2016 fand ein Workshop mit Leitungspersonen und Ausbildungsverantwortlichen von Betrieben im Berufsfeld Arbeitsintegration statt.
Das Fazit dieses Workshops ist in der Information zur ersten brancheninternen Anhörung im Rahmen des Projekts ‚Berufsfeld- und Bedarfsanalyse Arbeitsintegration‘ zusammengefasst. Das grundsätzlich positive Feedback zu den zwei erarbeiteten Qualifikationsprofilen «Arbeitsagogik» und «Job Coaching» war die Voraussetzung dafür, dass die Vorstände von SAVOIRSOCIAL, SPAS und HFP AA der Eröffnung der brancheninternen Anhörung zu den Profilen und zu möglichen Positionierungsvarianten zugestimmt haben.

Zwischen März und Juni 2017 führte SAVOIRSOCIAL bei ihren Mitglieder- und Partnerorganisationen eine brancheninterne Anhörung zu den zwei Qualifikationsprofilen sowie zu möglichen Positionierungen derselben innerhalb der Berufsbildungssystematik. Insgesamt haben 18 Mitglieder- und Partnerorganisationen von SAVOIRSOCIAL sowie verschiedene Einzelinstitutionen und weiteres Gremium an dieser Anhörung teilgenommen. Die inhaltlichen Rückmeldungen zu den Profilen wurden von der Projektgruppe im Sinne eines ersten Fazits in deren oben erwähnten Empfehlung zuhanden der drei Vorstände eingeflochten. Die detaillierte Prüfung dieser Rückmeldungen erfolgt bei der nun anstehenden Überarbeitung der zwei erwähnten zwei Qualifikationsprofile. Bei der unten aufgeführten quantitativen Auswertung der Stellungnahmen wurden nur die eingeladenen Organisationen berücksichtigt.

Projektdauer: 2015-2017

Externe Projektleitung: Ectaveo, Zürich

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Karin Fehr und Fränzi Zimmerli

Hier finden sich weitere Informationen zum Projekt:

Stand: Januar 2018

2. Konferenz Kindererziehung HF

Gemeinsam mit kibesuisse organisierte SAVOIRSOCIAL am Freitag, 19. Mai 2017 die zweite Konferenz Kindererziehung HF in Zürich. Dieses Mal fokussierte sich das Programm auf den konkreten Einsatz der diplomierten Kindererzieher*innen HF in der Praxis. In Fachreferaten und Vertiefungsworkshops wurde aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, was ein guter Personalmix ausmacht, wie die Begleitung der Studierenden gestaltet werden kann und welche Kosten-Nutzen-Überlegungen zentral sind. Ziel war es, das Berufsbild dipl. Kindererziehung HF in den Betrieben zu verankern, in dem Rahmenbedingungen erläutert und Umsetzungsbeispiele aufgezeigt werden.

Die Tagung richtete sich an alle Akteur*innen, die im Bereich der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung tätig sind: Dazu gehörten Leitungspersonen und Ausbildungsverantwortliche von Kindertagesstätten und schulischen Tagesstrukturen, Vertreter*innen von kommunalen und kantonalen Fachstellen, (angehende) Berufsleute sowie Fachpersonen aus den Organisationen der Arbeitswelt, den Höheren Fachschulen und den Berufsberatungsstellen.

Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie hier:

Fachtagung: Geschlechterbalance in Kitas & Co.

Am 30. November 2016 hat SAVOIRSOCIAL gemeinsam mit kibesuisse und männer.ch die Fachtagung „Geschlechterbalance in Kitas &  Co.“ durchgeführt. Es haben sich 120 Fachleute mit der Frage auseinandergesetzt, wie mehr Vielfalt und eine bessere Geschlechterbalance in der professionellen Kinderbetreuung erreicht werden kann und welche Massnahmen am besten wirken.

Weitere Informationen zur Tagung finden Sie hier:

Revision berufliche Grundbildung Fachmann*frau Betreuung EFZ

Aktuell:

Die revidierten Bildungsgrundlagen wurden per 21. August 2020 vom SBFI erlassen respektive genehmigt. SAVOIRSOCIAL freut sich sehr über diesen grossen Meilenstein nach über fünfjähriger Projektarbeit:

Sie traten am 1. Januar 2021 in Kraft. Im August 2021 haben die ersten Lernenden ihre Ausbildung nach den neuen Grundlagen gestartet.

SAVOIRSOCIAL hat die zentralen Neuerungen der revidierten Bildungsgrundlagen in einer Übersicht zusammengefasst:

Weitere Dokumente:

Projekt- und Zeitplan

Phase 1: Abklärung Revisionsbedarf
2014 wurde ein umfassendes Projekt zur Abklärung des Revisionsbedarfs der beruflichen Grundbildung Fachmann*frau Betreuung durchgeführt.

Auf Basis des Schlussberichts hat ein erweiterter Ausschuss der Schweizerischen Kommission für Berufsentwicklung und Qualität (SKBQ) Fachfrau / Fachmann Betreuung das Reformkonzept entwickelt. Dieses dient als Grundlage für die Anpassung der Verordnung über die berufliche Grundbildung Fachmann*frau Betreuung und den dazugehörenden Bildungsplan.

Im März 2016 wurde beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) der Antrag für ein Vor-Ticket eingereicht. Mit der Vergabe des Vor-Tickets wurde grünes Licht für die Fortsetzung der Revisionsarbeiten gegeben.

Phase 2: Qualifikationsprofil
Das Qualifikationsprofil inklusive Berufsbild und Handlungskompetenzen werden erarbeitet.

Phase 3: Verordnung und Bildungsplan
In dieser Phase steht die Erarbeitung der Bildungsverordnung und des Bildungsplans im Zentrum.

Phase 4: Anhörung SBFI
Das SBFI führt bei den kantonalen Departementen und weiteren interessierten Kreisen eine Anhörung zu den revidierten Bildungsgrundlagen durch.

Phase 5: Erlass und Veröffentlichung
Die Bildungsverordnung wird erlassen und der Bildungsplan genehmigt. Danach werden beide in Kraft gesetzt.

Der Start der revidierten beruflichen Grundbildung erfolgt auf das Schuljahr 2021/22.

Projektdauer: März 2016 – Juli 2021

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Katrin Fuhrer

Stand: April 2021

Umsetzungsinstrumente Fachmann*frau Betreuung EFZ

Aktuell

Die Umsetzungsinstrumente für die revidierte Ausbildung FaBe sind fertig gestellt. Sie werden einerseits für die digitale Nutzung auf der Ausbildungsplattform time2learn aufbereitet. Andererseits stehen sie auch in analoger Form zur Verfügung.

Wichtige Erläuterungen zur Anwendung der Instrumente sowie Antworten auf weitere Fragen in Bezug auf die Ausbildung (gesetzliche Grundlagen, Arbeitszeit, Aufgaben der Lernorte etc.) sind in einem Handbuch zusammengefasst. Dieses wurde als Broschüre und als E-Book produziert und ist im Online-Shop von SAVOIRSOCIAL verfügbar.

Zentrales neues Ausbildungsinstrument ist die Lerndokumentation mit Praxisauftrag. (Die Arbeits- und Projektdokumentationen gibt es in der revidierten Ausbildung nicht mehr). Um die Berufsbildenden bestmöglich zu unterstützen, hat SAVOIRSOCIAL gemeinsam mit Fachpersonen Mustervorlagen für die Lerndokumentationen erstellt. Dort sind die meisten Inhalte bereits eingefüllt (Handlungskompetenz aus dem Bildungsplan, ausgewählte Leistungsziele, Fragen zum Vorwissen, Idee für Praxisauftrag). Diese Mustervorlagen können ebenfalls im Online-Shop erworben werden. Gleichzeitig sind sie in der Ausbildungsplattform time2learn integriert.

SAVOIRSOCIAL hat zu den fünf Schritten der Lerndokumentation auch einen Leitfaden sowie ein Tutorial erstellt. Sie und alle neu geschaffenen Ausbildungsinstrumente sind unter www.savoirsocial.ch/instrumente verfügbar (Sharepoint).

Schulungen:
SAVOIRSOCIAL hat von September bis November an insgesamt 10 Online-Veranstaltungen über 150 Schlüsselpersonen aus allen Sprachregionen die neuen Umsetzungsinstrumente erläutert und die Teilnehmenden für deren Nutzung geschult. Diese Personen haben anschliessend in ihren Regionen Schulungen für alle von der Ausbildung Betroffenen durchgeführt. Informationen dazu sind bei der jeweiligen kant./reg. OdA erhältlich.

Ausgangslage
Ausgehend von den revidierten Bildungsgrundlagen Fachmann*frau Betreuung EFZ werden – parallel zur nationalen Anhörung beim SBFI – Ausbildungsinstrumente für die Praxis erarbeitet. Als fachliche Grundlage dient das Didaktische Rahmenkonzept. Dieses wurde im Juli 2018 vom Vorstand von SAVOIRSOCIAL verabschiedet. Darin werden die Verantwortlichkeiten der drei Lernorte definiert und mögliche Dokumente zur Unterstützung aller ausbildungsbeteiligten Personen sowie die im Bildungsplan festgeschriebenen Umsetzungsinstrumente skizziert.

Oberstes Ziel ist die Koordination und Unterstützung einer umfassenden Lernortkooperation. Der Lernprozess der Lernenden steht dabei im Zentrum: Wenn sie Handlungskompetenzen strukturiert entwickeln, mit geeigneten Instrumenten unterstützt werden und Raum erhalten für ihre Erfahrungswelt, ist ein wichtiger Meilenstein zu einer ganzheitlichen Kompetenzorientierung in der Grundbildung und zur Qualität der Ausbildung gelegt. Lernprozesse dieser Art gelingen nur mit einer funktionierenden Lernortkooperation, beispielsweise durch Standardisierungen an jedem Lernort.

Projektziele
Ausgehend vom Didaktischen Rahmenkonzept werden folgende Umsetzungsinstrumente entwickelt:

  • A: Erarbeitung Ausbildungsprogramme
  • A1: Ausbildungsprogramm Betrieb
  • A2: Ausbildungsprogramm ÜK
  • A3: Ausbildungsprogramm BFS
  • A4: Ausbildungsprogramm Verkürzte Grundbildung
  • A5: Lerndokumentationen und Bildungsbericht
  • B: Instrumente und weitere Dokumente zur Lernortkooperation ÜK, Betrieb und BFS
  • C1: Ausführungsbestimmungen zum «Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung»
  • C2: Regelung des Qualifikationsverfahrens mit Validierung von Bildungsleistungen
  • C3: Dokumente zum Qualifikationsverfahren
  • D: Schulungen

Weitere (z.T. noch zu bestimmende) nachgelagerte oder parallele Arbeiten:

  • E: Einstufung NQR und Zeugniserläuterungen
  • F: Digitale Produkte
  • G: Fachliche Mindestanforderungen für anerkannte Fachkräfte
  • H: Validierung
  • I: Lehrplan BFS pro Schule
  • J: Empfehlung zum Wechsel der Fachrichtung

Im Informations- und Ausbildungskonzept (IAK) sind u.a. die Schulungen für die Berufsbildungsverantwortlichen der drei Lernorte skizziert.

Projektorganisation
Es wird eine Spurgruppe eingesetzt, die aus Vertreter*innen der Lernorte ÜK, Betrieb und Berufsfachschule sowie aus einer Vertreterin des QV besteht. Die Spurgruppe erarbeitet zusammen mit der Projektleitung die Grundlagen für die Umsetzungsinstrumente. Die vorgeschlagenen Grundlagen werden in den Resonanzforen (je eines pro Lernort) begutachtet und auf die Praxistauglichkeit hin überprüft. Anschliessend werden die Resultate aus den Resonanzforen in der Spurgruppe diskutiert und in die Vorlagen eingearbeitet. Sobald die SKBQ FABE als Steuergremium des Projekts die Vorlagen verabschiedet hat, werden die konkreten Inhalte in vier Arbeitsgruppen (ÜK, BFS, Betrieb, Verkürzte Ausbildung) erarbeitet. Die Mitglieder der Spurgruppe arbeiten je in einer Arbeitsgruppe mit und stimmen so die Inhalte der Lernorte aufeinander ab. Die erstellten Umsetzungsinstrumente werden vor den Sommerferien durch die SKBQ FABE verabschiedet.
Das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB leitet die Arbeitsgruppen. Die Spurgruppe wird von Christine Schaffner geleitet.

Zeitplan
Die Umsetzungsinstrumente A und B werden bis Sommer 2020 erarbeitet. Mit der Entwicklung aller weiterer Instrumente wird parallel dazu bereits gestartet oder erst in der Folge. Die Schulungen zu den neuen Ausbildungsinstrumenten sind im 2. Semester 2020 geplant.

Projektdauer: Frühling 2019 – Sommer 2021

Externe Projektleitung: EHB und Christina Schaffner GmbH

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Katrin Fuhrer und Fränzi Zimmerli

Stand: Dezember 2020

Entwicklung einer oder zwei Berufsprüfung/en für die Bereiche "Arbeitsagogik" und "Job Coaching" im Berufsfeld Arbeitsintegration

Aktuell:

Die Prüfungsordnung Arbeitsagoge*in mit eidg. Fachausweis ist seit dem 11. Januar in Kraft.  Alle relevanten Infos finden sich ab sofort bei den Berufsinformationen, Arbeitsagoge*in mit eidg. Fachausweis.

Die Einsprachen gegen die Prüfungsordnung Job Coach*in mit eidg. Fachausweis wurden zurückgezogen: Die Parteien konnten sich auf eine Lösung einigen. Neu heisst die Berufsprüfung Job Coach*in Arbeitsintegration. Die Prüfungsordnung konnte auf den 9. August 2021 in Kraft gesetzt werden.

Damit ist das Projekt nach sechs Jahren abgeschlossen.

Das SBFI hat die Erarbeitung der Prüfungsordnungen und Wegleitungen finanziell unterstützt.

Folgende Organisationen haben die Trägerschaft für die beiden Berufsprüfungen übernommen: SAVOIRSOCIAL, INSOS Schweiz, Arbeitsintegration Schweiz, Verband Arbeitsagogik Schweiz, Supported Employment Schweiz, Agogis und Arpih. Sie haben sich zum Trägerverein für die Berufsprüfungen Arbeitsagogik und Job Coaching zusammengeschlossen.

Ausgangslage:

Auf der Grundlage des Projekts Berufsfeld- und Bedarfsanalyse im Bereich Arbeitsintegration hat SAVOIRSOCIAL die Arbeiten für das Nachfolgeprojekt «Entwicklung einer oder zwei Berufsprüfung/en für die Bereiche «Arbeitsagogik» und «Job Coaching» im Berufsfeld Arbeitsintegration» aufgenommen.

Projektorganisation
Die Projektorganisation sieht eine Fach- sowie eine Steuergruppe vor. Diese Organisation gewährleistet den Praxisbezug sowie breit abgestützte Ergebnisse. Die Mitglieder der Fachgruppe sorgen dafür, dass die Projektergebnisse praxisorientiert ausgestaltet sind und sich harmonisch ins bereits bestehende Bildungssystem einfügen. Die Mitglieder der Steuergruppe beurteilen die Projektergebnisse aus Verbandsperspektive und sorgen damit für breit abgestützte Ergebnisse in den im Berufsfeld zahlreichen Organisationen der Arbeitswelt.
In einem ersten Schritt werden die im Rahmen des Vorprojekts erstellten Qualifikationsprofile «Arbeitsagogik» und «Job-Coaching» auf Stufe Berufsprüfung unter fachlicher Begleitung der Firma Ectaveo bereinigt. Dabei wird auf eine klare Abgrenzung gegenüber bestehenden Berufsbildungsabschlüssen (sozialpädagogische*r Werkstattleiter*in und Ausbildungen im Beratungsbereich) geachtet.
In einem zweiten Schritt werden die Prüfungsordnung/en und Wegleitung/en für die neu geschaffene/n Berufsprüfung/en erarbeitet. Diese werden anschliessend bei allen Mitgliederorganisationen von SAVOIRSOCIAL und ausgewählten Partnerorganisationen in die brancheninterne Anhörung gegeben. Nach der brancheninternen Anhörung werden die Unterlagen dem SBFI zur Genehmigung eingereicht.

Projektziele und Zeitplan
Phase 1 Bereinigung und Verabschiedung der Qualifikationsprofile: März 2018- Dezember 2018

  • Es liegen zwei Qualifikationsprofile auf Stufe Berufsprüfung vor, welche gegenüber bestehenden Abschlüssen in Bezug auf die Kompetenzen und die Titel klar abgegrenzt sind.
  • Der Entscheid für eine Berufsprüfung mit zwei Fachrichtungen oder zwei separate Berufsprüfungen ist gefällt.
  • Es liegen Anerkennungsempfehlungen für Personen vor, die Vorbereitungskurse für die HFP Arbeitsagogik erfolgreich besucht, aber die Prüfung nicht abgelegt haben.
  • Die Trägerschaftsfrage der zukünftigen Berufsbildungsangebote ist geklärt.

Phase 2: Erarbeitung einer resp. zwei Prüfungsordnung/en und Wegleitung/en: Januar 2019-Dezember 2019

  • Es liegen zwei Prüfungsordnungen und Wegleitungen vor, die den Bedürfnissen der Branche entsprechen und dem SBFI zur Genehmigung eingereicht werden können.

Hier findet sich der detaillierte Zeitplan.

Projektdauer: Januar 2018 bis Sommer 2020

Externe Projektleitung: Ectaveo, Zürich

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Stephanie Zemp

Stand: August 2021